"Viele Eltern empfinden diese Stelle mittlerweile als eine der gefährlichsten Schulwegkreuzungen in der Umgebung." Mit diesen Worten wendet sich eine besorgte Mutter aus dem Raum Scharnstein an "Heute". Ihr Anliegen: eine Kreuzung, die ihrer Meinung nach für Kinder zur täglichen Gefahr geworden ist.
Im Mittelpunkt steht ein Schutzweg in der Ortschaft Mühldorf bei Scharnstein. Laut der Leserin befindet sich dieser seit längerer Zeit "in einem äußerst schlechten Zustand".
"Die Markierungen sind stark abgenutzt, teilweise praktisch nicht mehr erkennbar", schildert sie. Besonders in der Früh, wenn viele Kinder zur Schule unterwegs sind, sei das problematisch. "Der Zebrastreifen verschwindet langsam."
Fotos der Kreuzung zeigen tatsächlich stark verblasste Markierungen. Die weißen Streifen des Schutzwegs sind großteils nur noch bruchstückhaft zu erkennen. An mehreren Stellen ist der Asphalt beschädigt, die Farbe wirkt abgeplatzt und unregelmäßig.
Auch die Umgebung der Kreuzung wirkt unübersichtlich. Gebäude stehen direkt an der Straße, wodurch die Sicht für Autofahrer oft versperrt ist. Ein Fußgänger-Schild weist zwar auf den Schutzweg hin, doch laut der Leserin wird es von Autofahrern "oft erst sehr spät wahrgenommen".
"Viele Fahrzeuge fahren hier relativ zügig vorbei", schildert sie. Besonders problematisch sei der Verkehr auf dieser Strecke. "Diese Straße wird regelmäßig von Schwerverkehr befahren", erklärt die Frau. Darunter seien unter anderem LKW aus Schottergruben, Holztransporter sowie Fahrzeuge großer Baufirmen. "Wenn so ein Lastwagen kommt und ein Kind den Zebrastreifen überqueren will, wird es schnell gefährlich."
Auch für andere Menschen sei der Übergang schwierig nutzbar. "Der Schutzweg ist mittlerweile so beschädigt, dass er für Rollstuhlfahrer, Personen mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwagen kaum nutzbar ist."
Laut der Mutter wurde die Situation bereits mehrfach gemeldet. "Die Gemeinde und auch das Land Oberösterreich wurden bereits auf diese Gefahrenstelle hingewiesen." Passiert sei bisher allerdings wenig. "Eine nachhaltige Verbesserung hat es bislang nicht gegeben." Gerade wegen der Verkehrssituation in der Region rund um Scharnstein sei das Thema besonders sensibel. "Es gibt hier ohnehin immer wieder Verkehrsprobleme."
Deshalb hofft die Frau nun auf mehr Aufmerksamkeit. "Wir wollen einfach verhindern, dass zuerst etwas passieren muss." Ihr Appell richtet sich vor allem auch an Autofahrer: "Bitte hier besonders aufmerksam fahren. Für viele Kinder ist das täglich der Weg zur Schule."