Es gibt offenbar kein Halten: Seit Beginn der aktuellen Eskalation im Iran sind die Spritpreise in die Höhe geschossen. Am Mittwoch wurde an vielen Tankstellen die 1,90-Euro-Marke bei Diesel geknackt.
Unsere "Heute"-Fotografin war im Gewerbepark Stadlau (Wien-Donaustadt) unterwegs. Die bittere Bilanz: 1,919 Euro pro Liter Diesel, Super kostete 1,799 Euro.
Beim ARBÖ sorgt das Vorgehen der Treibstoffhändler für Kopfschütteln: Für die Autofahrer in Österreich sei nicht nur das Ausmaß der Erhöhung, sondern auch das Tempo ärgerlich. Man habe in der Vergangenheit bereits mehrmals kritisiert, dass sinkende Rohölpreise nur sehr träge an die Endverbraucher weitergegeben werden, so OÖ-Geschäftsführer Thomas Harruk.
Steigende Preise hingegen würden die Kosten für Treibstoff innerhalb weniger Stunden nach oben schnellen lassen. "Und das, obwohl der jetzt getankte Treibstoff bereits vor Monaten zu einem günstigeren Preis produziert und eingelagert wurde", kritisiert Harruk.
Unterdessen schlagen Energie-Experten Alarm: Sollte es zu einer längerfristigen Unterbrechung der Lieferketten kommen, könnten die Ölpreise um 20 bis 30 Prozent steigen. Das würde sich dann tatsächlich rasch bei Diesel, Benzin und in weiterer Folge auch bei vielen Alltagsprodukten bemerkbar machen.
"Internationale Energie- und Lieferketten sind sehr verletzlich", erklärt Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung OÖ. Das zeige sich in Krisen wie diesen mehr als deutlich.