Der nächste Betrieb in Oberösterreich ist zahlungsunfähig. Über die imatec Distributions GmbH mit Sitz in Traun (Bezirk Linz-Land) wurde am Dienstag ein Konkursverfahren am Landesgericht Linz eröffnet. Das Unternehmen handelte mit Geräten der Unterhaltungselektronik und Telekommunikation.
Die Firma wurde erst 2022 gegründet. Laut Insolvenzantrag belaufen sich die Schulden mittlerweile auf rund 9,07 Millionen Euro. Betroffen sind etwa 115 Gläubiger. Zwei Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen.
Auslöser für die Insolvenz war eine Maßnahme des Finanzamts für Großbetriebe. Die Behörde erließ einen sogenannten Sicherstellungsauftrag. In der Folge wurde unter anderem das gesamte Warenlager des Unternehmens beschlagnahmt.
Damit geriet der Händler massiv unter Druck. Auch die Banken reagierten sofort: Kredite wurden fällig gestellt und Sicherheiten gezogen. Für den Betrieb bedeutete das letztlich das wirtschaftliche Aus.
"Das gesamte Warenlager der Schuldnerin wurde beschlagnahmt", heißt es im Insolvenzantrag. Gleichzeitig hätten die kreditgebenden Banken ihre Forderungen sofort eingefordert.
"Der Masseverwalter wird nun prüfen, ob eine Fortführung des Betriebes ohne weitere Verluste für die Gläubiger möglich ist", erklärt KSV1870-Experte Alexander Meinschad. Falls das nicht gelingt, werde der Betrieb geschlossen und das Vermögen verwertet.
Gläubiger können ihre Forderungen noch bis 28. April anmelden. Die erste Gläubigerversammlung ist für 12. Mai am Landesgericht Linz angesetzt.
Brisant: Auch über die Alleingesellschafterin des Unternehmens, die ARIK Management & Holding GmbH mit derselben Adresse, wurde inzwischen ein Konkursverfahren eröffnet.