Der Fall einer Wiener Volksschule zieht jetzt politische Kreise. Wie "Heute" berichtete, gibt es an der Sir-Karl-Popper-Volksschule in Rudolfsheim-Fünfhaus derzeit keinen römisch-katholischen Religionsunterricht. Islamischer Religionsunterricht wird hingegen angeboten.
Maria S., eine betroffene Mutter meldete sich wütend bei "Heute", ihr Kind besucht die vierte Klasse dieser Schule. Die Wienerin: "Uns wurde gesagt, unsere Kinder sollen sich abmelden oder für diese eine Stunde in eine andere Schule gebracht werden."
Die Bildungsdirektion bestätigte, dass derzeit keine entsprechend ausgebildete Lehrkraft für den katholischen Religionsunterricht am Standort zur Verfügung stehe. Die betroffenen Kinder würden während dieser Stunde im Schulhaus betreut.
Dass islamischer Religionsunterricht gleichzeitig stattfinden kann, begründete die Bildungsdirektion mit der Verfügbarkeit entsprechend qualifizierter Lehrer.
Jetzt sorgt der Fall auch in der Wiener Politik für Reaktionen. Maximilian Krauss, Klubobmann der Wiener FPÖ, fordert, dass katholischer Religionsunterricht flächendeckend gewährleistet werden müsse.
"Angesichts der Tatsache, dass wir in einem historisch christlich geprägten Land leben, sollte sichergestellt sein, dass an allen Schulen christlicher Religionsunterricht angeboten wird", sagt Krauss.
Der FPÖ-Politiker legt nach: "Was wir definitiv nicht brauchen, ist weitere Massenzuwanderung, die unsere kulturelle Identität zunehmend verändert!"