An Wiener Volksschule

Kein katholischer, aber Islam-Religions-Unterricht

An der Wiener Sir-Karl-Popper-Volksschule fällt der katholische Religionsunterricht aus. Eine betroffene Mutter ist sauer und fordert eine Lösung.
Österreich Heute
12.09.2026, 06:00
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Es ist ein turbulenter Start ins neue Schuljahr. Diskussionen gibt es über Kopftuchverbot, Begleitung bei Suspendierungen oder neue Regelungen für Deutschförderklassen.

Maria S. ist aus einem anderen Grund außer sich. Ihr Kind besucht die "Sir-Karl-Popper-Volksschule" in Wien Rudolfsheim-Fünfhaus direkt hinter dem Westbahnhof. Es ist eine "Offene Volksschule" – hier gibt es am Vormittag normalen Unterricht, danach – freiwillig – gemeinsames Mittagessen, Lernen und Freizeit.

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Kein Religion für ihr Kind!

Das Kind der "Heute"-Leserin besucht jetzt die 4. Klasse und erlebt gerade hautnah eine neue Form der Bildungs-Krise: Den römisch-katholischen Religionsunterricht gibt es hier nicht mehr.

"Uns wurde gesagt, unsere Kinder sollen sich abmelden oder für diese eine Stunde in eine andere Schule gebracht und danach wieder zurückgebracht werden", sagt Maria S. frustriert zu "Heute".

Hätte ihr Kind eine andere Religion gäbe es dieses Manko nicht, erzählt die besorgte Mutter: "Gleichzeitig gibt es an derselben Schule islamischen Religionsunterricht und sogar wöchentlich Arabisch als unverbindliche Übung."

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Das sagt die Bildungsdirektion

"Heute" kontaktierte die zuständige Bildungsdirektion. Hier bestätigte man den Missstand: "Derzeit steht am betreffenden Schulstandort keine entsprechend ausgebildete Religionslehrkraft zur Verfügung." Die Erklärung: "Religionsunterricht darf ausschließlich von dafür qualifizierten Lehrpersonen erteilt werden. Um den entsprechenden Qualitätsanspruch erfüllen zu können, steht die Schulleitung in engem Austausch mit dem Erzbischöflichen Schulamt, welches für die Bereitstellung der Lehrpersonen für den römisch-katholischen Religionsunterricht zuständig ist."

Das Ersatzprogramm, solange es keinen Religions-Pädagogen gibt: "Bis dahin werden die Schülerinnen und Schüler in dieser Stunde im Schulhaus betreut", so die Bildungsdirektion zu "Heute".

"Nicht akzeptabel!"

Islamische Lehrer wurden jedenfalls der Schule "durch das zuständige Fachinspektorat" zugewiesen. "Es handelt sich daher nicht um eine unterschiedliche Behandlung der Religionsgemeinschaften, sondern um die jeweilige Verfügbarkeit entsprechend qualifizierten Lehrpersonen", heißt es aus der Bildungsdirektion.

Mutter Maria S. beruhigt das nicht. Die Wienerin bleibt aufgebracht: "Ich halte diese Situation für nicht akzeptabel."

red,Akt. 12.09.2026, 08:35, 12.09.2026, 06:00