Die neuen Cityjet Doppelstockzüge der ÖBB sind seit Mitte Juni in der Ostregion unterwegs. Damit die Züge zuverlässig im Einsatz bleiben, haben die ÖBB nun in der Angerer Straße in Wien-Floridsdorf eine neue Wartungs- und Servicehalle eröffnet.
Auf rund 16.500 Quadratmetern werden künftig die neuen Cityjet und Railjet Doppelstock gewartet, geprüft und instand gehalten. Rund 100 Millionen Euro investieren die ÖBB in den neuen Standort. Rund 150 Mitarbeiter werden dort für die Wartung der neuen Nahverkehrs-Doppelstockzüge sorgen.
"Die neue Servicestelle Angerer Straße ist ein wichtiger Baustein, damit unsere neue Doppelstockflotte in der Ostregion Tag für Tag effizient und zuverlässig unterwegs sein kann", erklärt ÖBB-Chef Andreas Matthä. Moderne Fahrzeuge würden auch moderne Werkstätten benötigen.
Auch Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SP) hebt die Bedeutung der Investition hervor. Die ÖBB seien für Wien weit mehr als ein Verkehrsanbieter und ein wichtiger Partner für Wachstum, Beschäftigung und Lebensqualität.
"Mit dieser neuen Werkstätte investieren die ÖBB über 100 Millionen Euro in unseren Standort, schaffen hochwertige Arbeitsplätze und sichern die Qualität des öffentlichen Verkehrs für hunderttausende Menschen. Genau solche Investitionen stärken Wien als Wirtschaftsmetropole und machen unsere Stadt fit für die Zukunft", so Novak.
Herzstück der technischen Ausstattung ist eine Unterflur-Ganzzughebeanlage. Damit kann ein sechsteiliger Doppelstockzug mit einem Gewicht von bis zu 327 Tonnen innerhalb von rund dreieinhalb Minuten angehoben werden. Dadurch lassen sich Drehgestelle, Achsen und andere Fahrzeugteile rasch und sicher tauschen. Dacharbeitsbühnen ermöglichen Arbeiten auf den Zügen, Arbeitsgruben den Zugang zum Unterflurbereich. Schwenkbare Oberleitungen sorgen zudem dafür, dass die Stromversorgung flexibel ein- und ausgeschaltet werden kann.
Insgesamt verfügt die Servicestelle in der Angerer Straße über acht Gleise. Sieben sind für die Instandhaltung vorgesehen. Das achte dient als Ladegleis für schwere Komponenten wie Drehgestelle und andere Großbauteile.
Neben der laufenden Wartung können dort auch umfangreichere Instandhaltungsarbeiten und Schnellreparaturen erledigt werden. Auch Graffiti sollen in der neuen Halle entfernt werden. Mehrere Arbeitsschritte können gleichzeitig stattfinden, wodurch die Doppelstockzüge schneller wieder in den Einsatz kommen sollen.