"Einzelne Hitzetage"

Tourismus in Wien trotz Rekordhitze auf Erfolgskurs

Mehr als 20 Millionen Nächtigungen, 1,5 Milliarden Euro Umsatz: In Wien gab es einen neuen Tourismusrekord, freut sich Stadträtin Barbara Novak.
Thomas Peterthalner
03.09.2026, 11:24
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Die zunehmende Hitze in Städten sorgt auch für Diskussionen über die Zukunft des Städtetourismus. Die Stadt Wien hält dagegen: Einzelne besonders heiße Tage oder Monate würden zu kurz greifen, um die Entwicklung der Branche zu beurteilen. Entscheidend sei die Bilanz über das gesamte Jahr.

20 Mio. Nächtigungen

Und hier kann Wien mit Rekordzahlen aufwarten. 2025 verzeichnete die Bundeshauptstadt mehr als 20 Millionen Nächtigungen. Der Netto-Nächtigungsumsatz erreichte rund 1,5 Milliarden Euro – laut Stadt waren das die besten Werte in Wiens Geschichte.

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Auch 2026 setzt sich die positive Entwicklung bisher fort. Seit Jahresbeginn wurden mehr als elf Millionen Nächtigungen gezählt. Das entspricht einem Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

"Nicht auf einzelne Monate blicken"

Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ) sieht darin einen Beleg für die Bedeutung des Tourismus. "Wer den Wiener Tourismus bewerten will, sollte nicht auf einzelne Monate, sondern auf das Gesamtbild blicken", erklärt sie. Wien sei eine Ganzjahresdestination mit einer breit aufgestellten Tourismuswirtschaft. Rund zwölf Prozent aller Nächtigungen in Österreich entfallen laut den vorgelegten Zahlen auf die Bundeshauptstadt.

5,3 Milliarden Euro Wertschöpfung

Noch größer fällt demnach der wirtschaftliche Effekt aus. Die touristische Wertschöpfung, die durch Wien in ganz Österreich wirksam wird, beträgt rund 5,3 Milliarden Euro. Davon entfallen 4,6 Milliarden Euro auf Wien selbst. Insgesamt werden laut Stadt 114.800 Arbeitsplätze gesichert.

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Der Wien Tourismus setzt mit seiner Strategie "Optimum Tourism" dabei nicht auf möglichst viele Besucher um jeden Preis. Im Mittelpunkt steht qualitätsvolles Wachstum. Gäste sollen möglichst viel zur Wertschöpfung beitragen, gleichzeitig soll die Lebensqualität der Wiener erhalten bleiben. Besonders gefragt sind daher Gäste, die Kulturangebote nutzen, Kongresse oder Firmentagungen besuchen oder im Luxussegment Geld ausgeben. Zwei Drittel der Wien-Gäste sollen diesem definierten "Wunschgast" entsprechen.

Fast alle sehen Tourismus positiv

WienTourismus-Chef Norbert Kettner setzt auf "Qualität statt Quantität". Wirtschaftlicher Erfolg, zufriedene Gäste und die Lebensqualität der Bevölkerung sollen miteinander verbunden werden. Die Zustimmung ist laut den präsentierten Zahlen hoch: Neun von zehn Wienern bewerten den Tourismus positiv. Ebenso viele Gäste würden Wien weiterempfehlen.

Auch die Bettenzahl wächst in Wien kräftig: Seit 2019 ist das Angebot in Wien um rund ein Viertel gestiegen. 2025 standen in 450 Beherbergungsbetrieben rund 84.600 Betten zur Verfügung.

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