Schussverletzung entdeckt

Jäger (48) nach Treibjagd tot auf Hochsitz gefunden

Nach einer Treibjagd in Rheinland-Pfalz wurde ein 48-Jähriger tot auf einem Hochsitz gefunden. Die Polizei stellte eine Schussverletzung fest.
03.11.2026, 21:50
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Nach einer Treibjagd in Rheinland-Pfalz ist ein 48-jähriger Jäger tot auf einem Hochsitz gefunden worden. Die Polizei stellte eine Schussverletzung fest und ermittelt zu den Umständen, berichtet "n-tv". Während derselben Jagd wurde ein weiterer Jäger von einem Wildschwein schwer verletzt.

Der Mann wurde nach der Treibjagd bei Trippstadt in einem Wald entdeckt. Zeugen fanden den 48-Jährigen regungslos auf einem Hochsitz und alarmierten die Polizei. Helfer begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Für den Jäger kam jedoch jede Hilfe zu spät.

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Bei der Untersuchung des Verstorbenen wurde eine Schussverletzung festgestellt. Wie es dazu kam, ist derzeit noch unklar. Die Polizei leitete ein Todesermittlungsverfahren ein und prüft verschiedene mögliche Abläufe. Die Personalien der an der Jagd beteiligten Personen wurden aufgenommen, außerdem stellten die Ermittler mehrere Schusswaffen sicher.

Zweiter Jäger von Wildschwein schwer verletzt

Während der Treibjagd kam es zu einem weiteren Unfall: Ein 29-jähriger Jäger wurde von einem Wildschwein schwer verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand gibt es laut Polizei keine Hinweise darauf, dass die beiden Ereignisse miteinander zusammenhängen.

Die übrigen Teilnehmer der Jagd wurden von Einsatzkräften der psychosozialen Notfallversorgung betreut. Die Ermittlungen zum Tod des 48-Jährigen laufen.

Mehrere gefährliche Vorfälle bei Treibjagden

Auch in der Vergangenheit kam es bei Treibjagden zu schweren Zwischenfällen. Im August wurde ein 73-jähriger Jäger vom Amtsgericht wegen fahrlässiger Körperverletzung zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Zusätzlich musste er 3.000 Euro zahlen.

Bei einer Jagd im Dezember 2024 in der Gemeinde Barßel hatte ein Schrotkorn eine 59-jährige Frau auf ihrem Grundstück getroffen. Sie wurde unterhalb des linken Auges verletzt und musste aufwendig operiert werden. Laut Gericht ist sie seither arbeitsunfähig und leidet unter gesundheitlichen Folgen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 73-Jährige den Schuss abgegeben hatte, ohne sich ausreichend zu vergewissern, dass niemand gefährdet wird.

Erst im November 2025 waren zudem zwei Spaziergänger bei einer Treibjagd im Landkreis Aurich von Schrotkugeln getroffen worden. Eine 42-jährige Frau erlitt eine Verletzung an der Stirn, ein 45-jähriger Mann wurde am Arm getroffen. Die Kugeln drangen laut Polizei nicht in ihre Körper ein. Eine beteiligte Jägerin räumte ein, den Schuss abgegeben zu haben.

red, 03.11.2026, 21:50
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