Ein Jahr nach dem ersten Nachweis eines Japankäfers in Vorarlberg gibt es vorerst Entwarnung. Nachdem in Hörbranz zunächst ein Exemplar und kurz darauf vier weitere Käfer entdeckt worden waren, blieb eine weitere Ausbreitung im Bundesland bislang aus. Das bestätigte Elisabeth Ritter von der inatura Dornbirn. In der benachbarten Schweiz wurde hingegen kürzlich ein toter Japankäfer in Buchs im Kanton St. Gallen gefunden.
Auch in Vorarlberg gibt es immer wieder Hinweise auf den Japankäfer. Elisabeth Ritter von der Naturschau inatura erklärt aber, dass viele Leute das Tier mit dem Junikäfer, Rosenkäfer, Maikäfer oder Gartenlaubkäfer verwechseln. Diese Käfer schauen dem Japankäfer nämlich zum Verwechseln ähnlich, sagt Ritter.
Der Japankäfer ist ein eingeschlepptes Tier, das viele verschiedene Pflanzenarten befällt. Er frisst frische Blätter, Blüten und Früchte. Die Larven schädigen den Rasen, weil sie die Graswurzeln abfressen. Der Käfer ist etwa einen Zentimeter lang und hat einen auffällig metallisch grün gefärbten Kopf mit Bruststück. Die Flügeldecken schimmern kupferfarben. Typisch sind auch die zwölf weißen Haarbüschel entlang des Hinterleibs.
In Vorarlberg sind bisher erst fünf Japankäfer nachgewiesen worden. Im Juli 2025 wurde einer in einem Privatgarten in Hörbranz gefunden. "Es wurden kurz darauf noch vier weitere Exemplare ganz in der Nähe gefunden", sagt Ritter im Interview mit dem ORF Vorarlberg. Seitdem sind aber keine neuen Funde mehr gemeldet worden.
Das Land Vorarlberg hat schon vor dem Fund die Maßnahmen gegen den Japankäfer verschärft. Der Käfer wird mit sogenannten Lockstofffallen überwacht. Diese Fallen helfen dabei, mögliche Eintrittswege des Japankäfers zu erkennen und frühzeitig zu reagieren, heißt es vom Land. Je früher man den Käfer entdeckt, desto besser kann man etwas dagegen tun und mögliche Schäden verhindern.
Ritter betont, dass es eine Meldepflicht gibt: "Wer einen Japankäfer entdeckt, muss dies beim amtlichen Pflanzenschutzdienst in Vorarlberg, der inatura in Dornbirn oder der Landwirtschaftskammer Vorarlberg melden", so Ritter. Auch bei der AGES können Verdachtsfälle gemeldet werden.