Brisante Studie

Jeder 2. Österreicher will keine Muslime als Nachbarn

Was denkt Österreich über Migration, Integration und unsere Gesellschaft? Eine Studie des Österreichischen Integrationsfonds liefert harte Befunde.
Heute Politik
09.09.2026, 13:26
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Für die Studie ließ der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) 1.016 Menschen ab 16 Jahren befragen. Die Erhebung führte die Peter Hajek Public Opinion Strategies GmbH zwischen 26. Februar und 9. März 2026 durch. Am Dienstag präsentierte Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) die Ergebnisse.

Erfahrungen mit Zuwanderern

So wurde unter anderem abgefragt, in welchen Situationen die Befragten positive bzw. negative Erfahrungen mit Migranten gemacht haben. Im Freundes- und Bekanntenkreis bewerten 73 Prozent den Kontakt als sehr oder eher positiv. Am Arbeitsplatz und in der Nachbarschaft überwiegen ebenfalls die positiven Erfahrungen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Im öffentlichen Raum dreht sich das Bild jedoch um: In Öffis, beim Einkaufen, auf der Straße oder in Parks berichten nur 36 Prozent von positiven Erfahrungen. 55 Prozent bewerten ihre Erfahrungen dort hingegen als eher oder sehr negativ.

Jeder Zweite von muslimischen Nachbarn gestört

Das ÖIF wollte außerdem wissen, bei welchen Nachbarn sich die Befragten gestört fühlen würden. Am stärksten fällt die Ablehnung gegenüber Asylwerbern oder Flüchtlingen aus: 28 Prozent würden sich durch sie sehr, weitere 35 Prozent eher gestört fühlen. Auch gegenüber Roma und Sinti ist die Skepsis groß – 53 Prozent empfinden sie als störende Nachbarn.

Bei Menschen muslimischen Glaubens sind es insgesamt 49 Prozent: 20 Prozent würden sich sehr, weitere 29 Prozent eher gestört fühlen. Auch Langzeitarbeitslose werden von einem beträchtlichen Teil der Befragten als störend empfunden.

Schwule, Lesben und Bisexuelle sowie Juden werden von einer großen Mehrheit als eher nicht und gar nicht störend wahrgenommen. Die höchste Akzeptanz besteht bei Menschen mit Behinderungen und Menschen anderer Hauptfarbe.

pol,Akt. 09.09.2026, 13:48, 09.09.2026, 13:26