Neue EU-Pläne

Jeder kriegt neue Nummer! Große Änderung für alle kommt

Der digitale Euro soll Bargeld künftig digital ergänzen. Dazu bekommen alle Nutzer eine spezielle und eindeutig zuordenbare DEAN-Kontonummer.
Newsdesk Heute
16.09.2026, 16:50
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Beim digitalen Euro wird es nicht nur um eine neue Bezahlmöglichkeit am Handy gehen. Im Hintergrund entsteht auch eine neue Kontonummer: die DEAN. Die Abkürzung steht für Digital Euro Account Number – und soll digitale Euro-Konten eindeutig identifizierbar machen.

Wie CHIP berichtet, ist die DEAN eine Art IBAN für den digitalen Euro. Während die klassische IBAN ein Girokonto eindeutig zuordnet, soll die DEAN künftig das Konto für den digitalen Euro kennzeichnen. Damit sollen Zahlungen technisch sauber von einem digitalen Euro-Konto zum anderen laufen.

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Nach Angaben der EZB ist das Projekt im Oktober 2025 in die nächste Phase gewechselt. Dabei geht es um technische Voraussetzungen, die Einbindung des Marktes und die Unterstützung des Gesetzgebungsverfahrens. Ein Pilotprojekt könnte bei entsprechender EU-Gesetzgebung ab Mitte 2027 starten, eine mögliche erste Ausgabe wird für 2029 angepeilt.

Die neue Nummer ist laut vorliegender Spezifikation anders aufgebaut als eine IBAN. Sie besteht aus 18 alphanumerischen Zeichen und beginnt immer mit "EU". Ein Land ist darin nicht vermerkt. Erkennbar sein soll aber, ob die Nummer privat oder geschäftlich genutzt wird. Weitere Bestandteile sind Prüfziffern und Seriennummern.

Für Privatnutzer soll nur eine DEAN vorgesehen sein. Geschäftskunden können demnach mehrere solcher Nummern erhalten. Erstellt wird die DEAN zentral über die Digital Euro Service Platform. Nach Identifizierung und Onboarding fordert der jeweilige Zahlungsdienstleister die Nummer an und weist sie dem Konto zu.

Anonymität

Auswendig lernen muss die neue Euro-Nummer im Alltag aber wohl niemand. In der Praxis sollen Aliase helfen – etwa eine verknüpfte Handynummer. So soll digitales Bezahlen ähnlich einfach funktionieren wie Bargeld, nur eben über Handy oder andere digitale Wege.

Auch beim Datenschutz ist ein Abstand zwischen Identität und technischer Abwicklung vorgesehen. Auf zentraler Ebene sollen anonymisierte Kennungen genutzt werden. Dadurch sollen Betreiber der Infrastruktur keine direkten Rückschlüsse auf Kontoinhaber oder deren DEAN ziehen können.

Für den Offline-Einsatz laufen ebenfalls Vorbereitungen. Die EZB prüft dabei unter anderem sichere Hardware-Lösungen in Smartphones, etwa eSIMs oder eingebettete Secure Elements. Ziel ist es, die Offline-Funktion des digitalen Euro technisch vorzubereiten.

Noch ist der digitale Euro aber nicht ausgegeben. Der endgültige Beschluss darüber soll erst nach Annahme der entsprechenden Rechtsvorschriften fallen. Klar ist schon jetzt: Sollte der digitale Euro kommen, wird die DEAN eine zentrale Rolle im technischen Hintergrund spielen. Die harte Währung soll durch das digitale Pendant nicht ersetzt werden.

red,16.09.2026, 16:50