Oppo hat erste Details zum kommenden Find X10 Pro Max genannt. Das neue Smartphone soll international erscheinen und gehört zu den ersten Geräten mit MediaTeks neuem Dimensity 9600 Pro. Der Prozessor wird im 2-nm-Verfahren gefertigt und soll bei Rechenleistung, Grafik und direkt auf dem Gerät ausgeführten KI-Anwendungen zulegen. Der Chip basiert auf dem N2P-Fertigungsverfahren von TSMC. Laut MediaTek steigt die Energieeffizienz der CPU bei Multi-Core-Aufgaben gegenüber dem Vorgänger um bis zu 61 Prozent. Bei längerer hoher Belastung und rechenintensiven KI-Anwendungen soll weniger Energie benötigt werden.
Der Dimensity 9600 Pro verwendet erneut eine All-Big-Core-Architektur. Zwei C2-Ultra-Kerne erreichen laut den Angaben bis zu 4,55 GHz. Dazu kommen sechs weitere Performance-Kerne. Insgesamt soll die CPU damit 17 Prozent mehr Leistung als die Vorgängergeneration liefern. Die einzelnen Kerne können unabhängig voneinander in ihrer Frequenz gesteuert werden. Dadurch soll das System die verfügbare Rechenleistung besser an die jeweilige Aufgabe anpassen und bei weniger anspruchsvollen Anwendungen unnötigen Energieverbrauch vermeiden. Auch bei der Grafik gibt es einen neuen Baustein.
Die G2-Ultra-NX-GPU unterstützt verbessertes Raytracing sowie neue Funktionen für neuronale Grafikberechnungen. Bei länger andauernder hoher Belastung nennt Oppo rund 27 Prozent mehr Grafikleistung. Für KI-Aufgaben setzt MediaTek auf eine Dual-NPU. Die beiden Einheiten sind für unterschiedliche Belastungen ausgelegt. Eine übernimmt rechenintensive Aufgaben, während die zweite auf einen geringen Energieverbrauch bei dauerhaft aktiven KI-Funktionen ausgelegt ist. Die leistungsstärkere NPU soll die Prefill-Phase großer Sprachmodelle um 51 Prozent schneller verarbeiten können.
Die zweite NPU soll gleichzeitig 40 Prozent energieeffizienter arbeiten. Sie ist damit vor allem für Funktionen gedacht, die auch im Hintergrund kontinuierlich aktiv bleiben können. Mit dem Find X10 Pro Max feiert außerdem die OPPO Laminar Flow Engine ihre Premiere. OPPO hat die Technologie gemeinsam mit MediaTek entwickelt. Sie soll die Rendering-Architektur enger mit der Systemsteuerung verbinden und die verfügbaren Ressourcen abhängig von der aktuellen Auslastung verteilen. Das soll unter anderem schnellere App-Starts ermöglichen. Auch bei hoher Belastung soll die Darstellung flüssig bleiben. Als Beispiel nennt OPPO das schnelle Navigieren durch umfangreiche Fotogalerien.
Weitere Details zum Find X10 Pro Max will Oppo bei einem globalen Launch-Event bekannt geben. Einen Termin gibt es noch nicht. Parallel zu den X10 Pro Max Details wurde das Oppo Find X9 Ultra von der Expert Imaging and Sound Association, kurz EISA, ausgezeichnet. Das Smartphone erhält den Titel "Photo & Video Smartphone 2026–2027". Nach Angaben von Oppo ist es die erste EISA-Auszeichnung des Unternehmens, die sich bei einem Gerät auf Foto- und auch auf Videoleistung bezieht. Die EISA ist ein Zusammenschluss von 54 internationalen Fachpublikationen, Websites und Journalisten aus dem Bereich Unterhaltungselektronik.
Beim Find X9 Ultra setzt Oppo auf ein Hasselblad-Master-Kamerasystem. Auf der Rückseite befinden sich fünf Module, darunter vier hochauflösende Kameras und eine True-Color-Kamera. Als besonderes Merkmal nennt Oppo ein 50-Megapixel-Ultra-Sensing-Teleobjektiv mit optischem Zoom. Die Periskop-Konstruktion lenkt den Lichtweg fünfmal um und ermöglicht laut Hersteller einen nativen zehnfachen optischen Zoom. Durch Sensor-Cropping soll zusätzlich ein 20-facher Zoom in optischer Qualität möglich sein. Zwei der Kameras verfügen über jeweils 200 Megapixel.
Eine multispektrale True-Color-Kamera misst den Weißabgleich bei Fotos, Bewegungsfotos und Videos. Oppo will damit eine einheitliche Farbabstimmung über die verschiedenen Aufnahmearten hinweg erreichen. Die EISA hob bei ihrer Auszeichnung unter anderem den großen Brennweitenbereich des Find X9 Ultra hervor. EISA-Präsident Ljubisa Miodragovic verwies auf den Bereich von 14 bis 230 Millimetern und das 230-Millimeter-Teleobjektiv. Mit einem optionalen Telekonverter lässt sich die Brennweite auf 300 Millimeter erweitern.