Statt Badespaß bei 31 Grad herrschte am vergangenen Samstag Frust im Freibad der Schweizer Gemeinde Degersheim. Der Grund: Im Schwimmbecken wurden mehrere Kot-Haufen entdeckt.
Gemeindepräsident Andreas Baumann bestätigt den Vorfall offen gegenüber dem "Blick": "Ja, uns hat jemand ins Schwimmbad geschissen."
Die Bademeister machten die eklige Entdeckung am frühen Morgen. Für Baumann ist klar, dass die Hinterlassenschaften nicht von Tieren stammen. "Tiere waren es keine", sagt er. Wegen der Menge gehe man zudem von mehreren Tätern aus. Diese sollen zuvor ins Freibad eingedrungen sein.
Die Gemeinde erstattete Anzeige, die Polizei ermittelt. Laut Polizeisprecher Simon Anderhalden sei ein solches Verhalten "unappetitlich, respektlos und kann strafrechtliche Konsequenzen haben".
Damit das Freibad wieder öffnen konnte, musste ein Spezialunternehmen anrücken. Mithilfe eines Tauchsaugroboters wurde der Kot entfernt, anschließend wurde das Wasser aufbereitet. Erst am Sonntag konnte der Badebetrieb wieder starten.
Die Schließung hatte Folgen: Aus dem Umfeld der Gastronomie-Mitarbeiter heißt es, dass Einnahmen in Höhe von "mehreren Tausend Franken" verloren gingen. Zudem gingen am Samstagmorgen rund 50 verärgerte Anrufe von Badegästen ein.
An die Verantwortlichen richtet Baumann einen Appell: "Sie sollten den Mut haben, sich bei mir zu melden. Dann können wir es miteinander anschauen. Das fände ich großartig." Gleichzeitig entschuldigt er sich bei den Besuchern: "Es tut mir leid für alle, die am Samstag nicht ins Bad konnten."
Rund um die Täter gibt es bislang nur Spekulationen. Während die Ermittlungen laufen, bleibt den Verantwortlichen immerhin ein kleiner Trost: "Wäre der Kot flüssig gewesen, hätten wir eine ganze Woche zumachen müssen."