Top-10-Platz im Frost-Ranking

Jetzt ist es amtlich – SO kalt war der heurige Winter

Der Winter 2025/26 fühlte sich eisig an - und tatsächlich: Wir erlebten die kältesten Wintermonate seit acht Jahren. Doch es gibt ein großes "Aber".
Bernd Watzka
27.02.2026, 12:47
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Viele Österreicher hatten das Gefühl, dieser Winter sei besonders streng gewesen. Vor allem im Osten sorgten Nebel, Kälte und wenig Sonne für Frust. Doch die vorläufige Bilanz der GeoSphere Austria zeichnet ein differenziertes Bild.

Überraschende Statistik

"Im Tiefland Österreichs war es der kälteste Winter seit acht Jahren. Aber im Vergleich mit der gesamten Messgeschichte fällt dieser Winter in allen Höhenlagen relativ mild aus", sagt Klimatologe Alexander Orlik. Im Tiefland liegt der Winter 2025/26 auf Platz 32 der 259-jährigen Messgeschichte, auf den Bergen sogar auf Platz 8 der 175-jährigen Gebirgsreihe.

Globale Erwärmung trotz Frosttage

Im Vergleich zur Klimaperiode 1991 bis 2020 war es im Tiefland um 0,5 Grad wärmer, auf den Bergen sogar um 1,9 Grad. Verglichen mit der Periode 1961 bis 1990, also vor der starken globalen Erwärmung, lag der Winter im Tiefland um 1,8 Grad und im Gebirge um 2,9 Grad über dem Durchschnitt.

Große regionale Unterschiede

Auffällig waren die regionalen Unterschiede. Während es im Westen außergewöhnlich sonnig war, zeigte sich der Osten oft von seiner trüben Seite. In Vorarlberg, Tirol und Salzburg sowie im Salzkammergut gab es teils deutlich mehr Sonnenstunden als üblich. In Bad Aussee etwa rund 30 Prozent mehr.

Ganz anders die Lage in der Osthälfte Österreichs: In Wien auf der Hohen Warte wurden rund 30 Prozent weniger Sonnenstunden gemessen. In Klagenfurt waren es 45 Prozent weniger, in Graz sogar 50 Prozent unter dem Durchschnitt.

Wenig Niederschlag im Winter

Auch beim Niederschlag blieb der Winter unter den Erwartungen. Österreichweit fiel rund 20 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel. "Das ist deutlich zu trocken, aber nicht so extrem wie im Vorjahr", so Orlik. Der Winter 2024/25 brachte sogar 44 Prozent weniger Niederschlag.

Zwar sorgten einzelne kräftige Schneefälle kurzfristig für Verkehrsprobleme, Stromausfälle und erhöhte Lawinengefahr. Insgesamt lagen die Schneemengen in allen Höhenlagen aber deutlich unter dem Durchschnitt.

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