Mattel-Neuheit

Jetzt kommt die erste Barbie-Puppe mit Autismus

Der Spielzeugmacher Mattel hat erstmals eine Barbie-Puppe mit Autismus vorgestellt. Die Puppe wurde in Kooperation mit Betroffenen entwickelt.
Team Wirtschaft
12.01.2026, 13:07
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Der Spielzeughersteller Mattel hat erstmals eine Barbie-Puppe vorgestellt, die Autismus repräsentiert. Die neue Barbie wurde in enger Zusammenarbeit mit der Autistic Self Advocacy Network (ASAN) entwickelt, einer von Autistinnen und Autisten geführten Interessenvertretung. Ziel sei es, Kindern mehr Sichtbarkeit und Identifikationsmöglichkeiten zu bieten, teilte das Unternehmen in Kalifornien mit.

Entwicklung dauerte mehr als 18 Monate

Die Entwicklung der Puppe dauerte gut 18 Monate. Dabei legte Mattel besonderen Wert darauf, typische Erfahrungen aus dem Alltag vieler Menschen im Autismus-Spektrum sensibel und authentisch abzubilden. So ist die Barbie beweglicher als bisherige Modelle, um wiederholende Handbewegungen zu ermöglichen, die für manche Autistinnen und Autisten wichtig zur Reizverarbeitung sind. Auch der Blick der Puppe ist leicht zur Seite gerichtet und greift damit die Tatsache auf, dass direkter Augenkontakt für viele Betroffene herausfordernd sein kann.

Zur Ausstattung der neuen Barbie gehören zudem geräuschdämmende Kopfhörer, ein Fidget-Spinner sowie ein Tablet mit symbolbasierter Unterstützungssoftware zur alternativen Kommunikation. Auch bei der Kleidung wurde auf sensorische Bedürfnisse Rücksicht genommen. Das locker geschnittene Kleid soll möglichst wenig Reibung auf der Haut verursachen und den Tragekomfort erhöhen.

Neue Puppe als Zeichen der Inklusion

"Jedes Kind verdient es, sich in Barbie wiederzufinden", erklärte Jamie Cygielman, Global Head of Dolls bei Mattel. Die neue Puppe sei ein weiterer Schritt, um Inklusion nicht nur sichtbar zu machen, sondern auch im Alltag von Kindern erlebbar werden zu lassen. ASAN-Geschäftsführer Colin Killick betonte, wie wichtig positive und realistische Darstellungen für junge Autistinnen und Autisten seien. Die Puppe zeige nicht Defizite, sondern Selbstbewusstsein und Freude.

Begleitet wird der Marktstart von einer Kampagne mit Aktivistinnen und Aktivisten aus der Autismus-Community. In einem Video, das auf dem YouTube-Kanal von Mattel veröffentlicht wurde, berichten sie von ihren persönlichen Erfahrungen und ihren Reaktionen auf die neue Barbie. Auch die Autismusszene reagierte überwiegend positiv auf die Ankündigung.

Schon Barbies mit Diabetes, Blindheit, Down-Syndrom

Die Autismus-Barbie ist Teil der "Fashionistas"-Reihe, mit der Mattel seit Jahren verstärkt auf Vielfalt setzt. In dieser Kollektion gibt es bereits Puppen mit Down-Syndrom, Blindheit oder Diabetes. Insgesamt umfasst die Serie mehr als 175 verschiedene Designs. Zusätzlich kündigte Mattel an, über 1.000 Exemplare der neuen Barbie an spezialisierte Kinderkliniken zu spenden, um betroffenen Kindern Freude und ein Gefühl von Zugehörigkeit zu vermitteln.

Die neue Barbie ist ab sofort im Mattel-Onlineshop sowie im Handel um 14,99 Euro (UVP) erhältlich.

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