Mit Ski-Maske und Gaspistole

Jüngster Täter war 14! Teenies rauben Tankstelle aus

Sturmhaube, CO2-Pistole, 770 Euro Beute: Zwei Teenager überfielen eine Tankstelle in Wiener Neustadt – jetzt gab’s Haft auf Bewährung.
Christoph Weichsler
29.01.2026, 07:56
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Äußerst brutale Tat von zwei Teenagern: Zwei Burschen, erst 14 und 15 Jahre alt, sollen in Wiener Neustadt eine Tankstelle überfallen haben – maskiert wie im Gangsterfilm, bewaffnet und ohne jedes Zögern. Für ein paar Scheine Bargeld wurde ein Angestellter in eine Ausnahmesituation gezwungen.

Am 28. Jänner landete der Fall vor dem Landesgericht Wiener Neustadt – und die Jugendlichen kassierten bedingte Haftstrafen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Überfall mit Sturmhaube und Pistole

Der Überfall passierte am Abend des 16. Oktober. Laut APA soll ein mit Sturmhaube maskierter 14-Jähriger den Angestellten "mit einer CO2-Pistole bedroht" und rund 770 Euro geraubt haben. Während der eine die Kassa leer machte, soll der zweite Jugendliche, 15 Jahre alt, "Aufpasserdienste geleistet haben" – also Schmiere gestanden haben, damit niemand dazwischenfunkt oder die Polizei gerufen wird.

Verletzt wurde bei dem Überfall niemand, doch harmlos war das Ganze deshalb noch lange nicht. Wer im Arbeitsalltag plötzlich einer Waffe gegenübersteht, denkt nicht an Paragrafen, sondern an Angst. Genau dieses brutale Gefühl ist es, das solche Taten so schwer macht – egal, wie alt die Täter sind.

Fahndungsdruck wurde zu groß

Nach dem Überfall flüchtete der 14-Jährige zu Fuß. Die Polizei startete eine Fahndung und bat öffentlich um Hinweise. Der Druck wurde offenbar schnell so groß, dass der Teenager einknickte: "Aufgrund des Fahndungsdrucks stellte sich der 14-Jährige der Polizei". Sein Komplize wurde kurz darauf festgenommen, das Duo aus Wiener Neustadt war damit ausgeforscht.

Laut früheren Polizeiangaben konnten die Ermittler auch wichtige Beweise sicherstellen. So wurden Tatwaffe und Kleidung, die Maskierung sowie der Rest der Beute gefunden. Beide Jugendlichen wurden in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert – und mussten sich schließlich vor einem Schöffensenat verantworten.

Urteil ist fix: 24 und 18 Monate bedingt

Am Mittwoch fiel dann das Urteil – und es ist bereits rechtskräftig. Laut APA wurden die beiden Jugendlichen "zu 18 bzw. 24 Monaten auf Bewährung verurteilt". Der 14-Jährige erhielt zwei Jahre bedingt, sein 15-jähriger Komplize 18 Monate bedingt. Damit ist klar: Das Gericht nahm die Tat ernst, auch wenn beide Täter noch minderjährig sind.

Zusätzlich wurde für beide Bewährungshilfe angeordnet. Heißt: Sie stehen jetzt unter Beobachtung, müssen sich an klare Regeln halten – und jeder weitere Ausrutscher könnte die Bewährung platzen lassen. Dann droht statt einer Warnung plötzlich echte Haft.

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