Chaos im Zugverkehr! Nach dem Kabelbrand auf der Ostbahn gibt es Entwarnung für einen Teil der Fahrgäste. Nach einem Kabelbrand konnte die Streckenunterbrechung zwischen Gramatneusiedl und Bruck an der Leitha teilweise aufgehoben werden. Der Zugverkehr bleibt allerdings weiterhin eingeschränkt.
Auslöser war eine Oberleitungsstörung im Bereich Götzendorf, wie die ÖBB informiert. Nach ersten Erkenntnissen dürfte ein Tier in die Oberleitung geraten sein. In weiterer Folge kam es zu dem Kabelbrand. Am Samstag war seit 9.15 Uhr deshalb kein Zugverkehr zwischen Gramatneusiedl und Bruck an der Leitha möglich.
Seit dem Vorfall laufen die Reparaturarbeiten auf Hochtouren. Ein erheblicher Teil der Schäden konnte mittlerweile behoben werden. Am Sonntag können Railjets und Regiojets seit 11.30 Uhr deshalb wieder durchgehend über die Strecke fahren.
Für Eurocity-Züge bleibt zwischen Gramatneusiedl und Bruck an der Leitha hingegen ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Auch die Züge des Nahverkehrs werden in diesem Abschnitt weiterhin durch Busse ersetzt. Eine Ausnahme gibt es bei den REX-Zügen in Richtung Neusiedl am See und retour: Hier fährt jeweils ein Zug pro Stunde und Richtung.
Eine "Heute"-Leserin befand sich am Sonntagvormittag am Bahnhof Bruck an der Leitha und beobachtete dort zahlreiche wartende Fahrgäste. Unter ihnen waren auch viele Touristen, die offenbar nicht wussten, wie sie ihre Reise fortsetzen sollten. Während die Reisenden auf den Schienenersatzverkehr warteten, zeigte sich die Situation vor Ort entsprechend unübersichtlich. "Alle wirken verzweifelt", erklärt die Reisende.
Bis zur vollständigen Behebung der Schäden müssen sich Reisende noch gedulden. Die Reparaturarbeiten dauern laut ÖBB voraussichtlich bis Montag, 5. Oktober, Betriebsschluss.
Fahrgäste sollen sich deshalb vor Fahrtantritt über ihre Verbindung informieren und weiterhin mit längeren Reisezeiten rechnen.