Schont das Gewebe

Kampf gegen Krebs: Neue Behandlung macht Hoffnung

Das Uniklinikum Salzburg investiert rund 500.000 Euro in ein neues Bestrahlungssystem. Damit sollen Tumore noch gezielter behandelt werden.
12.10.2026, 19:41
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Ein Tumor soll möglichst genau getroffen werden, gesundes Gewebe dagegen verschont bleiben. Genau das soll eine neue Behandlungsmöglichkeit am Universitätsklinikum Salzburg ermöglichen. Die Klinik bekommt ein modernes Bestrahlungssystem, mit dem Krebs noch präziser behandelt werden kann. Rund 500.000 Euro werden dafür investiert.

Das neue Gerät trägt den Namen "Bravos" und wird bei einer speziellen Form der Strahlentherapie eingesetzt, der sogenannten Brachytherapie. Dabei kommt die Strahlung nicht wie bei einer herkömmlichen Bestrahlung von außen, sondern wird direkt in die Nähe des Tumors gebracht.

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Winzige Strahlenquelle bekämpft den Tumor

Das Besondere: Die radioaktive Strahlenquelle ist nur etwa so groß wie ein Stecknadelkopf. Sie wird mithilfe spezieller medizinischer Instrumente möglichst nahe an den Tumor gebracht.

Dort gibt sie für genau festgelegte Zeiträume Strahlung ab. Ärzte können dabei sehr genau steuern, welche Bereiche wie stark bestrahlt werden. Das umliegende gesunde Gewebe soll dadurch möglichst wenig belastet werden.

Das Team am Universitätsklinikum Salzburg mit dem neuen "Bravos"-Gerät.
Franz Neumayr

"Das Besondere an der Brachytherapie ist, dass wir die Strahlenquelle direkt dorthin bringen können, wo die Behandlung benötigt wird", erklärt Medizinphysiker Christoph Gaisberger.

Neue Möglichkeiten bei Gebärmutterhalskrebs

Besonders bei der Behandlung von Gebärmutterhalskrebs soll das neue System zusätzliche Möglichkeiten eröffnen. Selbst bei komplizierteren Tumoren kann die Bestrahlung genauer an die jeweilige Situation angepasst werden.

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Dafür können bei Bedarf auch dünne Nadeln gezielt in das betroffene Gewebe eingebracht werden. Zudem werden künftig weitere Behandlungen an der Körperoberfläche möglich.

"Gebärmutterhalskrebs kann heute durch die HPV-Impfung in vielen Fällen verhindert werden. Wenn eine Erkrankung dennoch auftritt, ist es wichtig, dass wir unseren Patientinnen eine hochpräzise Behandlung anbieten können", betont Klinikvorstand Falk Röder.

2.000 Krebspatienten pro Jahr behandelt

Am Universitätsklinikum Salzburg werden jährlich rund 2.000 Menschen mit Strahlentherapie behandelt. Die Ärzte nutzen bereits seit Jahren CT- und MRT-Aufnahmen, um die Bestrahlung möglichst genau zu planen.

Mit dem neuen System soll diese Behandlung weiter verbessert werden. Die Investition von rund einer halben Million Euro umfasst neben dem Gerät auch die Modernisierung des Behandlungsraums.

red, 12.10.2026, 19:41
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