Zwei schwere Schicksalsschläge haben das Leben von Kevin Kampl (36) völlig verändert. Der frühere Salzburg-Star verlor im Oktober 2025 überraschend seinen älteren Bruder. Nur wenige Monate später starb auch sein schwer kranker Vater. In der TV-Sendung "Sky 90" spricht der Slowene nun offen über die Folgen.
"Ich merke, dass ich nicht mehr derselbe Mensch bin wie vorher", erzählt Kampl. Er sei ruhiger geworden, lache weniger und gehe heute anders durchs Leben. Besonders seine Mutter leide unter den beiden Verlusten. Für den ehemaligen Mittelfeldspieler steht deshalb fest, dass der Rückzug aus dem Profifußball die richtige Entscheidung war.
Nach dem Tod seines Bruders hatte Kampl im Dezember seinen Vertrag bei RB Leipzig aufgelöst und seine Karriere vorzeitig beendet. "Fußball wird auch mal zur Nebensache", erklärt er. Seine Prioritäten hätten sich grundlegend verschoben. Statt sich mit vielen Dingen gleichzeitig zu beschäftigen, wolle er seine Zeit vor allem den Menschen widmen, die ihm nahestehen.
Besonders bewegend schildert Kampl den Tag, an dem sein Bruder starb. Er stand gerade in der Leipziger Kabine, als ihn ein Anruf erreichte. Seit einer Stunde werde versucht, seinen Bruder wiederzubeleben. "Das hat mir natürlich erst mal den Boden unter den Füßen weggerissen", erinnert er sich. Kampl flog sofort nach Hause. Erst nach der Landung erfuhr er, dass sein Bruder verstorben war.
Die beiden hatten ein besonders enges Verhältnis. Sein Bruder sei für ihn zugleich bester Freund und eine Art Vaterfigur gewesen. Eigentlich wollte Kampl nach seinem Karriereende mehr Zeit mit ihm verbringen. Dazu kam es nicht mehr. "In dem einen Moment ist alles in Ordnung, und dann ist alles auf einmal weg", sagt der frühere Bundesliga-Star. Heute weiß er vor allem eines: Niemand könne wissen, wie viel gemeinsame Zeit einem noch bleibt.