Friedrich Merz hat seine geplante Reise zur UN-Generalversammlung nach New York gestrichen. Die Rede des deutschen Kanzlers war für Mittwoch vorgesehen – drei Tage nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.
"Der Bundeskanzler wird kommende Woche entgegen ursprünglicher Planungen nicht nach New York reisen, da seine Präsenz in Berlin erforderlich ist", hieß es aus Regierungskreisen.
Wie "n-tv.de" schreibt, befürchtet die CDU, dass die Landespartei in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag unter die Fünf-Prozent-Hürde rutschen könnte. Parteiinterne Kritiker hatten bereits gefordert, dass Merz dann abtreten sollte.
Auslöser für die innerparteiliche Kritik war das schlechte Abschneiden bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September. Merz will sich am kommenden Dienstag in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion der Kritik stellen.
Am Sonntagabend ist eine CDU-Präsidiumssitzung angesetzt, bei der sich die Ministerpräsidenten hinter Merz stellen sollen. Außenminister Johann Wadephul wird aller Voraussicht nach wie im Vorjahr für Deutschland bei der UN reden.