Der Fall einer grausam gekreuzigten Katze in Admont sorgt für Entsetzen. Nun setzt ein anonymer Spender eine Belohnung aus: 2.000 Euro soll bekommen, wer den entscheidenden Hinweis auf den oder die Täter liefert.
Am Morgen des 14. Oktober 2026 hatten Passanten die Polizei alarmiert. Neben der Fahrbahn im Ortsteil Aigen entdeckten sie eine tote Katze, die auf einem behelfsmäßigen, rund einen Meter hohen Kreuz befestigt war. Bei der Nachschau bestätigten Polizisten den grausamen Fund.
Die Untersuchungen durch einen Tierarzt ergaben, dass die schwarze Katze offenbar noch lebend gequält und anschließend erschossen worden war. Danach schraubten die Täter den Körper auf das selbst gebaute Kreuz. Die Ermittlungen nach den Verantwortlichen sind bislang erfolglos geblieben.
Nach Bekanntwerden der Tat soll sich nun ein anonymer Tierfreund bei der Tierschutzorganisation Pfotenhilfe gemeldet, er setze eine Belohnung von 2.000 Euro für alle aus, die Hinweise auf die verantwortliche Person liefern. Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler zeigt sich dankbar für die Unterstützung und hofft auf rasche Ermittlungserfolge.
Gleichzeitig warnt sie vor möglichen Nachahmern. "Dass sich ein Fehlurteil wie im Fall Kater Schmotzer am Landesgericht Innsbruck nicht wiederholt. Denn so etwas wird von potentiellen psychopathischen Tierquälern, von denen es ja so einige gibt, offenbar als Freibrief für sadistische Tierquälerei verstanden", so Stadler.
Besonders mit Blick auf Halloween befürchtet die Organisation weitere grausame Taten. Katzenbesitzer werden deshalb gebeten, ihre Freigänger in der Halloween-Nacht im Haus zu behalten.
Zudem appelliert die Pfotenhilfe an die Bevölkerung, wachsam zu sein und bei Verdachtsfällen nicht zu zögern. Man solle entweder sofort selbst eingreifen oder zumindest den Polizei-Notruf wählen.
Neben der Aufklärung des Falls erneuert die Organisation ihre Forderung nach deutlich strengeren Strafen für Tierquälerei. Der Strafrahmen soll auf bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe angehoben werden.
Die Pfotenhilfe argumentiert, dass höhere Strafrahmen und ernsthafte Strafmaße sowohl abschreckend wirken als auch weitere Taten verhindern könnten. Denn eine Bestrafung könne den Opfern im Nachhinein nicht mehr helfen. Zudem verweist die Organisation auf Warnungen von Kriminalpsychologen: Tierquäler würden nur üben, Menschen seien oft die nächsten Opfer.