Krauss: "Versagen"

Kein Deutsch: FP-Klubchef für Sprach-Check mit 3 Jahren

45 Prozent der Schulanfänger spricht kein oder kaum Deutsch. Der FPÖ gehen die Maßnahmen von Bildungsstadträtin Bettina Emmerling nicht weit genug.
Wien Heute
06.07.2026, 14:26
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Wenn mittlerweile 45 Prozent der Schulanfänger nicht ausreichend Deutsch können, sind weitere Gesprächskreise, Gesetzesnovellen oder Ankündigungen obsolet", so FPÖ-Bildungssprecher Maximilian Krauss. "Ein aktuelles Interview von Bildungsstadträtin Bettina Emmerling ist das Eingeständnis eines jahrelangen Totalversagens der rot-pinken Bildungspolitik", meint Krauss. "Emmerling beschreibt die Probleme zwar mittlerweile selbst, verweigert aber jede ernsthafte Konsequenz."

Deutschpflicht ab Kiga

Das Problem sei, dass 45 Prozent der Schulanfänger in Wien nicht ausreichend Deutsch sprechen. Deshalb fordert die FPÖ "eine konsequente Deutschpflicht bereits im Kindergarten und damit einhergehende Sprachstandsfeststellungen ab dem dritten Lebensjahr".

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Dass Emmerling jetzt plötzlich entdeckt, dass Sprachcluster ein Problem sind und Eltern stärker in die Pflicht genommen werden müssen, zeigt nur, wie viele Jahre wertvolle Zeit verschlafen wurden", so Krauss.

Lehrer müssen unterrichten können

Auch die Integrationspolitik nimmt der FPÖ-Politiker ins Visier. "Statt ständig neue Debatten über Ferienregelungen oder Schulmodelle anzuzetteln, sollte Emmerling endlich dafür sorgen, dass Kinder beim Schuleintritt Deutsch sprechen, Lehrer wieder unterrichten können und unsere Schulen keine Brennpunkte mehr sind", so Krauss.

"Wien braucht einen echten Kurswechsel in der Bildungspolitik. Und das mit klaren Regeln, konsequenter Deutschförderung und null Toleranz gegenüber Integrationsverweigerung."

"Stadt hat verlässlich geliefert"

Im "Mein Wien"-Doppelinterview mit Bürgermeister Michael Ludwig (SP) verteidigt Emmerling die Bildungsinvestitionen der Stadt. "Gerade in herausfordernden Zeiten zeigt sich, wo die Prioritäten liegen – bei den Jüngsten wird weiter investiert. Wenn es um diese und deren Bildung geht, hat die Stadt verlässlich geliefert", so Emmerling.

FP für mehr Reformen

"Alles beginnt bei der ersten Bildungseinrichtung, dem Kindergarten. Mit dem Reformprozess 'Kindergarten neu denken' stellen wir Wiens erste Bildungseinrichtung auf neue Beine: eine komplette Neuaufstellung des Fördersystems, bessere Rahmenbedingungen für Pädagogen sowie beste Qualität für die Kinder." Der FPÖ gehen diese Reformpläne aber nicht weit genug.

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.07.2026, 14:26
Jetzt E-Paper lesen