Die Hitzewelle bringt die Wiener Schulen zum Kochen. Während in vielen Klassenzimmern Temperaturen von über 30 Grad gemessen werden, denkt Bildungsstadträtin Bettina Emmerling (Neos) über eine Änderung der Ferienregelung nach.
"Angesichts der spürbaren Zunahme von Hitzetagen müssen wir offen diskutieren, ob auch andere Lösungsansätze hilfreich wären, zusätzlich zu den baulichen Maßnahmen, die wir bereits umsetzen", so Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling. "Während die Hitzebelastung im Juni massiv zunimmt, werden die Tage ab Mitte August bereits kürzer und die Nächte kühler, was eine effektivere Kühlung der Räume ermöglicht. Eine Vorverlegung der Sommerferien wäre daher für mich ein konkreter Vorschlag."
Wie groß das Problem mittlerweile ist, zeigt eine aktuelle Umfrage der FSG-Pflichtschul-Personalvertretung. Seit Wochenbeginn wurden laut Ö1 Mittagsjournal mehr als 350 Temperaturmeldungen aus Schulen gesammelt. In vielen Klassenräumen lagen die Werte über 30 Grad. Vereinzelt wurden sogar Temperaturen von bis zu 39 Grad gemeldet. Die Lehrergewerkschaft spricht von unzumutbaren Bedingungen. Volle Klassenräume und fehlende nächtliche Abkühlung würden die Situation zusätzlich verschärfen.
Kritik gibt es an mangelnder Beschattung, eingeschränkten Lüftungsmöglichkeiten und fehlenden langfristigen Investitionen in den Hitzeschutz. Eine Verkürzung oder Verschiebung der Sommerferien wird von der Lehrerseite klar abgelehnt. Stattdessen verlangen die Vertreter der Pädagogen nachhaltige Lösungen, damit Unterricht auch an heißen Tagen möglich bleibt.