Die steigenden Kosten für den Besuch der Wiener Bäder sorgen für politische Diskussionen. Die FPÖ verlangt nun eine Halbierung der Eintrittspreise und wirft der rot-pinken Stadtregierung vor, die Wiener in immer mehr Bereichen finanziell zu belasten.
FPÖ-Gemeinderat Michael Stumpf kritisierte die Gebührenpolitik der Stadt im Rahmen der Debatte zum Rechnungsabschluss Dienstag (23.6.) im Wiener Gemeinderat. Neben Müll-, Wasser-, Kanal-, Park- und Hundeabgaben seien auch die Kosten für den Bäderbesuch ein Beispiel dafür, dass die Belastungen laufend steigen würden.
"Gerade bei hochsommerlichen Temperaturen suchen viele Wiener Familien Abkühlung in den städtischen Bädern. Doch statt für leistbare Erholung zu sorgen, macht die Stadt den Besuch im Bad immer teurer", so Stumpf. In Wien ist es diese Woche sogar heißer als in vielen Urlaubsdestinationen. Das Thermometer klettert auf bis zu 36 Grad – mehr Hitze als auf den griechischen Inseln, in Barcelona oder Mallorca.
Nach Ansicht der Freiheitlichen zählen die Wiener Bäder für viele Menschen zu den wenigen Möglichkeiten, im Sommer Erholung und Abkühlung zu finden. Deshalb müsse die Stadt dafür sorgen, dass der Zugang für alle leistbar bleibt. "Wenn Familien sich den Besuch im Bad jedoch zweimal überlegen müssen, weil sie ihn sich kaum noch leisten können, läuft etwas gewaltig falsch. Abkühlung darf kein Luxus werden", betont Stumpf. Die FPÖ fordert deshalb einen deutlichen Preisnachlass bei den Eintrittskarten. Konkret sollen die Eintrittspreise in den Wiener Bädern halbiert werden.
Für Stumpf wäre dies ein Teil eines grundsätzlichen Kurswechsels in der Wiener Stadtpolitik. "Es ist Zeit für einen Kurswechsel, bei dem die Wiener wieder in den Mittelpunkt gestellt werden. Das bedeutet Entlastung statt neuer Belastungen." Während die Temperaturen steigen, wird auch die Debatte um die Kosten für die Abkühlung heißer.