Registrierungspflicht fix

"Wohnungsraub stoppen" – Grüne wollen Airbnb verbieten

Airbnb-Sündern drohen harte Strafen. Doch die geplanten neuen Regeln gehen den Grünen nicht weit genug. Sie fordern ein Aus für Airbnb-Vermietungen.
Thomas Peterthalner
22.06.2026, 14:29
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Der Streit um Kurzzeitvermietungen in Wien geht in die nächste Runde. Die Wiener Grünen kritisieren die jüngsten Ankündigungen von Bürgermeister Michael Ludwig (SP) scharf, fordern deutlich strengere Maßnahmen gegen Airbnb und andere Plattformen. Aus Sicht der Grünen werden zu viele Wohnungen aufgrund von Kurzzeitvermietungen dem regulären Wohnungsmarkt entzogen und als Tourismusunterkünfte genutzt.

"Wohnungen sind zum Wohnen da."

"Wohnungen sind zum Wohnen da. Die Stadtregierung muss den Wohnungsraub stoppen und unmissverständlich klarstellen, dass Wohnungen keine Hotels sind. Mit der Umwandlung von Wohnungen und ganzen Wohnhäusern in Beherbergungsstätten versuchen Spekulanten, geltende Regelungen zu umgehen. Dass der Bürgermeister Immobilien-Spekulanten weiterhin einen Freibrief für 20 Prozent der Wohnfläche geben will, ist mutlos und verkennt den Ernst der Lage. Die Stadt muss diesem Vorgehen umgehend einen Riegel vorschieben, bevor noch mehr Wohnungen für immer verloren gehen", so Grünen-Chefin Judith Pühringer.

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Wohnungen sind keine Hotels

Die Grünen verlangen eine gesetzliche Neuregelung. Künftig soll klar festgelegt werden, dass Wohnungen nicht als Hotelzimmer genutzt werden dürfen. Auch in Wohnzonen soll es nach ihren Vorstellungen keine Ausnahmebewilligungen mehr geben.

Registrierungspflicht "zu spät"

Positiv sehen die Grünen zwar die angekündigte Registrierungspflicht für Kurzzeitvermietungen. Allerdings komme diese ihrer Meinung nach viel zu spät. "Die Ankündigung einer Maßnahme, die längst umgesetzt sein könnte, stoppt den Wohnraub nicht. Die EU-Verordnung zur Kurzzeitvermietung ermöglicht die Registrierungspflicht, Wien ist bei der Umsetzung aber säumig", kritisiert Grünen-Wohnbausprecher Georg Prack.

14.000 Airbnb-Wohnungen

Besonders alarmierend seien aus Sicht der Grünen die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt. Prack verweist auf eine hohe Zahl an Wohnungen, die dauerhaft touristisch genutzt würden. "Die Stadt Wien lässt den Wohnungsraub durch Airbnb & Co. munter weiterlaufen. Mindestens 14.000 Wohnungen werden dauerhaft als Tourismusappartements betrieben, das sind mehr Wohnungen, als es in der gesamten Josefstadt gibt", so Prack.

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