In Kärnten wird händeringend nach Personal gesucht. Insgesamt sind aktuell 117 Stellen im Landesschulbereich und weitere 110 an Bundesschulen offen, so der ORF. Besonders gefragt sind Deutschlehrer, aber auch Fächer wie Bewegung und Sport weiblich, Naturwissenschaften und inklusive Pädagogik.
Die meisten offenen Jobs gibt es an Volksschulen und Mittelschulen. Auch Gymnasien und berufsbildende Schulen brauchen dringend Personal. Doch noch größer ist ein anderes Problem: Es fehlen Direktoren.
Gleich fünf Schulen im Bundesland werden derzeit nur provisorisch geführt. Für das Slowenische Gymnasium in Klagenfurt gab es auf die Ausschreibung überhaupt keine Bewerbung. Laut Bildungsdirektorin Isabella Penz wird es immer schwieriger, geeignete Kandidaten zu finden, berichtet der ORF. Vor allem kleine Schulen am Land schrecken viele ab. Der Grund: hohe Zusatzbelastung. Schulleiter müssen dort oft selbst unterrichten und gleichzeitig den gesamten administrativen Aufwand stemmen.
Auch die Anforderungen haben sich stark verändert. Personalfragen und pädagogische Beurteilungen liegen heute bei der Schulleitung, Aufgaben, die früher anders verteilt waren. Dazu kommen gesellschaftliche Veränderungen, die den Job zusätzlich anspruchsvoller machen.
Dass der Beruf dennoch erfüllend sein kann, zeigt eine Direktorin aus dem Mölltal. Sie leitet gleich fünf Schulen und ist regelmäßig vor Ort. Für sie ist es "der schönste Job, den es gibt". Mit Unterstützung durch ein Team und ein Sekretariat bleibt ihr Zeit für die Weiterentwicklung von Unterricht und Schule.