Ein großflächiger Waldbrand hält die Einsatzkräfte in der Steiermark weiter in Atem. Auch am Montag ist ein Ende der Löscharbeiten nicht in Sicht.
Nördlich von Graz bei Eisbach-Rein stehen weiterhin rund 50 Hektar Wald in Flammen. Zwar habe sich die Lage etwas entspannt, weil der Wind nachgelassen habe, erklärte Herbert Buchgraber vom Bezirksfeuerwehrkommando Graz-Umgebung – doch Entwarnung gibt es keine: Von einem "Brand aus" sei man noch weit entfernt. Der Einsatz werde daher auch am Montag noch andauern.
Derzeit sind etwa 250 Kräfte vor Ort im Einsatz. Unterstützt werden sie von sieben Hubschraubern des Bundesheeres, der Polizei und privater Anbieter. Die Fluggeräte übernehmen Löschflüge, Aufklärungsmissionen sowie Transportaufgaben. Trotz schwieriger Bedingungen zeigen sich erste Fortschritte: "Wir erzielen kleine Erfolge", so Buchgraber.
Die Arbeit bleibt jedoch extrem fordernd. Das Gelände ist schwer zugänglich, die Einsatzteams müssen regelmäßig ausgetauscht werden. Hoffnung liegt nun auf möglichem Regen – größere Niederschlagsmengen sind laut Prognosen in den kommenden Tagen aber nicht zu erwarten.
Entdeckt worden war das Feuer am Samstag von einer Wanderin, die umgehend Alarm schlug. Noch vor dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte breiteten sich die Flammen durch starken Wind rasch aus. Zunächst standen 140 Feuerwehrleute und zwei Hubschrauber im Einsatz, doch die Lage verschärfte sich weiter: Am Sonntag kämpften bereits rund 400 Helfer gegen den Brand, der sich auf knapp 50 Hektar ausgedehnt hatte.
Verletzte gab es bisher keine, betonte Buchgraber. Am Sonntag verschafften sich auch Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) und Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer (ÖVP) vor Ort ein Bild der Lage.