Nina Proll eckt mit ihrer direkten Art immer wieder an. Ob bei Diskussionen rund um Corona oder beim Thema Feminismus – die Schauspielerin spricht offen aus, was sie denkt und oft auf das, was sich andere nicht trauen. Dass ihr deshalb ein besonders streitlustiges Image anhaftet, kann sie allerdings nicht ganz nachvollziehen.
Im Talkformat "STYLE UP YOUR LIFE! der Talk" mit Adi Weiss und Michael Lameraner erzählte sie, wie sie selbst ihre Wirkung auf andere erlebt. "Ich bin privat eigentlich relativ sanftmütig und eher weich als Frau", erklärte Proll.
Gerade bei neuen Filmprojekten fällt ihr auf, dass ihr Ruf ihr offenbar vorauseilt, wie sie in einem aktuellen Posting der früheren Podcast-Episode erklärt: "Manchmal haben die Leute so ein bisschen Angst fast, dass ich mich jetzt gleich einmal aufregen könnte gegen nichts."
Für sie ein Zeichen dafür, dass andere ein Bild von ihr haben, das nicht unbedingt mit ihrer eigenen Wahrnehmung übereinstimmt.
Ganz unschuldig an ihrem Ruf ist die Schauspielerin aber nicht. "Ich liebe Konflikte, ich trage auch gerne Konflikte aus", gibt sie offen zu. Gleichzeitig hat sie gelernt, sowohl mit überschwänglichem Lob als auch mit heftiger Kritik gelassener umzugehen.
Sie dürfe weder "das extreme Lob, noch den extremen Shitstorm" zu ernst nehmen, findet Proll, "weil beides nicht wirklich stimmt und beides sehr übertrieben ist."
Am Ende zählt für sie ohnehin eine andere Einschätzung als die Meinung des Publikums: "Das wirkliche Urteil trifft man ja eh selbst. Mich trifft Kritik immer dann, wenn ich selbst das Gefühl habe, ja scheiße, das war nicht gut."