Vor der kroatischen Insel Šolta läuft eine großangelegte Suchaktion nach einem österreichischen Skipper. Der Mann ging bei schwerem Seegang von einem Segelboot über Bord und wird seitdem vermisst – "Heute" berichtete.
An Bord befanden sich sechs weitere österreichische Passagiere. Sie blieben unverletzt. Nach Angaben der Behörden wurde ihnen inzwischen ein Ersatzskipper zur Seite gestellt, der das Boot in einen sicheren Hafen bringen soll.
Wie die Reporterin Sofija Preljvukić von "Dnevnik Nova TV" unter Berufung auf die Hafenbehörde berichtete, dauert die Suche nach dem Vermissten unvermindert an. Bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass der Skipper gefunden wurde. Mit Einbruch der Dunkelheit werde der Einsatz jedoch deutlich schwieriger.
Den ganzen Tag über waren sämtliche verfügbaren Einsatzkräfte auf See und aus der Luft im Einsatz. Trotz der großangelegten Suchaktion blieb der Mann bislang verschwunden. Unklar ist auch, wohin ihn die Meeresströmung abgetrieben haben könnte.
Nach inoffiziellen Informationen aus dem Einsatzgebiet sowie Aussagen von Beteiligten dürfte sich der Unfall während eines Manövers bei extrem schwierigen Wetterbedingungen ereignet haben.
Demnach versuchte der Skipper, ein Tau des Segels zu lösen. Beim anschließenden Wendemanöver könnte er in den Bereich der Schiffsschrauben geraten sein. Gleichzeitig herrschten hohe Wellen. Laut der Reporterin sei es möglich, dass der Mann von einem Teil des Bootes getroffen wurde und dabei das Bewusstsein verlor. Gesichert ist dieser Hergang bislang jedoch nicht.
An der Such- und Rettungsaktion beteiligen sich derzeit alle verfügbaren Einsatzschiffe sowie ein Flugzeug der kroatischen Luftwaffe. Die Suche nach dem vermissten Österreicher wird fortgesetzt.