Roboter, die selbstständig durch Fabriken fahren, Maschinen, die miteinander kommunizieren, Künstliche Intelligenz, die Produktionsabläufe steuert: All das wird in Linz bereits erforscht. Jetzt soll der Hightech-Standort ausgebaut werden.
Am Mittwoch (4. November) wurde an der Johannes Kepler Universität Linz ein neues 5G/6G-Testfeld von Silicon Austria Labs (SAL) vorgestellt. Unternehmen können dort Technologien für die Fabrik der Zukunft unter realen Bedingungen ausprobieren.
Besonders erfreulich: Der Forschungsstandort soll auch personell wachsen. Derzeit arbeiten 65 Menschen bei Silicon Austria Labs in Linz. Bis 2028 könnten es bis zu 100 werden – das wären 35 zusätzliche Arbeitsplätze.
Auf rund 1.600 Quadratmetern stehen den Forschern unter anderem Industrieroboter, selbstfahrende Transportsysteme und moderne Kameratechnik zur Verfügung. Mithilfe schneller Mobilfunknetze sollen Maschinen und KI-Systeme nahezu ohne Verzögerung miteinander kommunizieren können.
Auch finanziell soll die Forschung gestärkt werden. Innovationsminister Peter Hanke (SPÖ) kündigte an, die Investitionen in Silicon Austria Labs in den Jahren 2027 bis 2029 um 25 Prozent steigern zu wollen. "Unser Ziel ist klar: Österreich soll Schlüsseltechnologien selbst entwickeln und nicht nur zukaufen. So sichern wir Wertschöpfung und Hightech-Arbeitsplätze im eigenen Land", erklärte Hanke.
Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) sieht in der neuen Anlage Chancen für die heimische Industrie: "Wir wollen neue Technologien nicht nur erforschen, sondern in unseren Betrieben zum Einsatz bringen."
Von der Forschungsanlage sollen nicht nur große Industriekonzerne profitieren. Auch kleinere und mittlere Unternehmen können dort neue Technologien testen, bevor sie selbst größere Summen investieren.
Dafür stehen laut Silicon Austria Labs verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Co-Finanzierung von bis zu 50 Prozent möglich.