"Es ist zurzeit eine extreme Katastrophe", gibt Jasmine zu. Die 29-Jährige belastet die Teuerung sehr, auch ihre Schwägerin Denise kann davon ein Lied singen. Die steigenden Preise in Supermärkten spüren die beiden Wienerinnen deutlich.
"Die Löhne bleiben aber gleich", kritisiert Jasmine. Gewöhnliche Supermarktketten seien schon lange nicht mehr leistbar, die einzige Rettung ist der Sozialmarkt in der Ullreichgasse 13.
"Zum Glück habe ich einen Partner", ist Denise froh – ansonsten wäre es für sie unmöglich, sich eine eigene Wohnung zu leisten. Vor allem, weil die 29-Jährige noch zwei kleine Kinder hat. "Ich glaube, alleine zu wohnen, geht heutzutage gar nicht mehr".
Derzeit bekommen sowohl sie als auch Jasmine Geld vom AMS. Würden die beiden nicht jeweils in einer Partnerschaft leben, wäre die Situation noch bedrückender. Schon jetzt spürt Denise beim Einkaufen deutlich: "Meine Kinder wünschen sich immer etwas, aber kaufen kann ich es nur manchmal". "Die Kinder müssen leiden", pflichtet ihre Schwägerin bei.
"Das tut einem weh", sind sich die beiden einig. Ab und zu hilft die Oma der Kinder aus. "Dann stecke ich halt zurück", erklärt diese. "Wir kommen alle durch, weil wir als Familie zusammenhalten", machen die Wienerinnen klar. Die gegenseitige Unterstützung ist für sie das Wichtigste – ansonsten wäre es eine Katastrophe, sind sich die beiden Wienerinnen sicher.