17 Produkte im Test

Kinderfahrradhelme: Kein Modell überzeugt komplett

Kein Kinderfahrradhelm überzeugt im Test vollständig, dennoch bieten alle Modelle Schutz und senken das Risiko schwerer Kopfverletzungen.
Heute Life
24.03.2026, 16:23
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In Österreich gilt eine klare Regel: Kinder müssen bis zum 12. Geburtstag beim Radfahren einen Helm tragen. Doch welcher Helm schützt wirklich gut? Ein großer internationaler Test zeigt: Die Auswahl ist schwieriger als gedacht.

Kein klarer Testsieger

Insgesamt wurden 17 Kinder-Fahrradhelme von bekannten Marken wie Abus, Alpina, Bell, Giro oder Uvex geprüft. Beteiligt waren unter anderem die Stiftung Warentest und der ADAC.

Das Ergebnis fällt ernüchternd aus:

  • Kein Helm konnte in allen Bereichen überzeugen.
  • 15 Modelle wurden nur mit "durchschnittlich" bewertet
  • Zwei Helme schnitten sogar als "weniger zufriedenstellend" ab

Trotzdem betonen die Tester: Jeder Helm ist besser als keiner – selbst schwächere Modelle bieten Schutz vor schweren Kopfverletzungen.

Ab Mai 2026 wird die Helmpflicht verschärft: E-Scooter-Fahrer:innen müssen dann bis zum 16. Geburtstag einen Helm tragen, beim E-Bike-Fahren bis zum 14. Geburtstag.

Helm rettet Leben

Eine große US-Studie zeigt, wie wichtig der Helm ist: Wer bei einem Radunfall einen Helm trägt, hat um 52 Prozent weniger Risiko, ein schweres Hirntrauma zu erleiden. Das Risiko, am Unfall zu sterben, sinkt um 44 Prozent. Der VKI weist darauf hin, dass auch bei einem aktuellen Test zu Kinderfahrrädern einige Kinder wegen zu starker Vorderbremsen über den Lenker gestürzt sind. Zum Glück ist dank der Helme niemand verletzt worden.

Schutz vorhanden – aber mit Schwächen

Alle getesteten Modelle konnten einen Aufprall deutlich abpuffern und schützen so vor schweren Kopfverletzungen – manche besser, manche schlechter.
Es wurden 17 Kinderfahrradhelme untersucht. Im Test dabei sind Modelle dieser marktrelevanten Anbieter: Abus, Alpina, Bell, Cratoni, Cube, Decathlon, Fischer, Giro, Ked, Lazer, Melon, Poc, Prophete, Puky, Specialized, Uvex und Woom.

Schwächen bei der Stoßprüfung hatten unter anderem Modelle von:

  • Fischer
  • Poc
  • Puky

Auch wenn sie insgesamt noch ausreichend schützen, ist vor allem der Schläfenbereich oft nicht optimal gesichert.

Problemzone: Riemen und Sitz

Besonders kritisch: Bei manchen Helmen können sich Riemen während der Fahrt lockern.
Die Modelle Abus YouDrop und Melon Urban Active wurden deshalb schlechter bewertet. Zwar dämpfen sie Stöße gut, doch wenn der Helm verrutscht, kann er im Ernstfall nicht richtig schützen.

Ein weiteres Risiko: Bei einigen Helmen bleibt nach dem Einstellen ein langes, loses Riemenende übrig. Vor allem bei Abus und Bell lässt sich dieses schlecht fixieren – Kinder könnten daran hängen bleiben.
Auch die Sichtbarkeit im Dunkeln ist ein Problem. Einige Helme – etwa von Bell, Decathlon oder Uvex – sind bei schlechten Lichtverhältnissen kaum zu erkennen.

Tipps für den Helmkauf:

  • Kopfumfang messen: Ungefähr einen Zentimeter über den Augenbrauen messen. Dieser Wert ist aber nur ein Richtwert, entscheidend ist die Kopfform.
  • Anprobieren: Der Helm soll waagrecht sitzen und Stirn, Schläfen sowie Hinterkopf abdecken. Die Vorderkante liegt etwa zwei Fingerbreit über den Augenbrauen. Das Kind soll den Verschluss selbst öffnen und schließen können, damit du weißt, ob das im Alltag klappt.
  • Anpassen: Der Helm muss fest sitzen, darf aber nicht drücken oder wackeln. Die seitlichen Gurte sollten fingerbreit unter den Ohren ein Dreieck bilden, der Kinnriemen etwa zwei Finger Platz lassen. Ein zu langer Restriemen sollte mit Schlaufen gesichert werden, damit das Kind nicht hängen bleibt.

Helm rettet Leben – immer!

Zwar ersetzt ein Helm keine Beleuchtung, aber gute Sichtbarkeit kann entscheidend sein, damit Kinder im Straßenverkehr rechtzeitig gesehen werden. Eltern sollten beim Kauf besonders auf guten Sitz, stabile Riemen und Sichtbarkeit achten – denn genau hier zeigen viele Modelle Schwächen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 24.03.2026, 16:23
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