Große Aufregung um die Sicherheit von König Charles III (77): Bewaffnete Polizisten, die für den Schutz von Windsor Castle zuständig sind, stehen unter schwerem Verdacht. Mehrere Beamte sollen während ihres Dienstes eingeschlafen oder gar nicht erst zu ihren Posten erschienen sein.
Wie britische Medien berichten, ermittelt die interne Aufsichtsbehörde der Londoner Polizei derzeit gegen bis zu 30 Mitglieder der Spezialeinheit "Royalty and Specialist Protection". Die Einheit ist für die Sicherheit der britischen Royals verantwortlich und bewacht unter anderem Windsor Castle.
Laut den Vorwürfen sollen einzelne Beamte zwar ihren Dienst offiziell angetreten haben, anschließend aber ihre Positionen nicht besetzt haben. Ein Insider erklärte: "Ich habe von einem Vorwurf gehört, wonach jemand zum Dienst erschien und dann gar nicht an seinem Posten auftauchte." Weiter hieß es: "Das ist peinlich für die Polizei und könnte eine potenzielle Sicherheitslücke darstellen."
Die Ermittlungen werden von der Abteilung für professionelle Standards der Metropolitan Police geführt. Bis Ende nächster Woche soll entschieden werden, ob einzelne Beamte suspendiert oder mit eingeschränkten Aufgaben betraut werden. Auch die unabhängige Polizeiaufsicht wurde bereits informiert.
In einer offiziellen Stellungnahme erklärte die Metropolitan Police: "Die Vorwürfe beinhalten unter anderem, dass Beamte ihre Posten unbeaufsichtigt ließen oder während des Dienstes schliefen." Zudem betonte die Behörde: "Das mutmaßliche Verhalten unterschreitet die hohen Standards, die insbesondere in vorderster Schutzfunktion erwartet werden."
Der Buckingham-Palast bestätigte, über die Ermittlungen informiert worden zu sein, wollte sich darüber hinaus jedoch nicht äußern.
Die Vorwürfe sorgen vor allem deshalb für Unruhe, weil es in den vergangenen Jahren bereits mehrere Sicherheitsvorfälle rund um Windsor Castle gegeben hat. Erst im Juni vergangenen Jahres wurde ein Mann festgenommen, nachdem er unter Drogeneinfluss eine Mauer des Schlossgeländes überwunden haben soll.
Bereits Weihnachten 2021 hatte ein bewaffneter Eindringling mit einer Armbrust für Schlagzeilen gesorgt. Der Mann erklärte damals laut Ermittlern: "Ich bin hier, um die Queen zu töten."