"Nazi-Laden niederbrennen"

Konditorei erhält "Antifa"-Drohung wegen "Negerbrot"

Wieder Wirbel um jene Kärntner Konditorei, die das umstrittene "Negerbrot" verkauft. Der Betreiber erhielt nun eine Drohnachricht.
Newsdesk Heute
01.07.2026, 16:32
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Erst in der Nacht auf Freitag hatte ein selbst ernanntes "Widerstandskollektiv" die Schaufenster der Konditorei Zehrer am Alten Platz in Klagenfurt mit pinker Kreidefarbe beschmiert und Plakate angebracht – nun gibt es den nächsten Aufreger. Den Chef Peter Nimmervoll erreichte am Dienstag eine bedrohliche Nachricht.

Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, kam das Schreiben von einer "Antifa"-E-Mail-Adresse. Der Inhalt macht den Konditor sprachlos. Demnach war von einem Brandanschlag die Rede. "Man sollte euren Drecks Nazi Laden niederbrennen, so wie man das mit Läden von Nazis und Rassisten macht!", war darin geschrieben.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Staatsschutz ermittelt

Auslöser der Vorfälle ist eine traditionelle Süßwarenspezialität, die in der Konditorei unter dem Namen "Negerbrot" verkauft wird. Der Chef des Ladens habe schon in der Vergangenheit betont, dass damit keine Menschen gemeint wären. Also stecke dahinter kein Rassismus. Zahlreiche Kunden würden ihm recht geben.

Nimmervoll sei mit der nunmehrigen Droh-Botschaft jedenfalls zur Polizei gegangen. Gegenüber der "Kleinen" bestätigte die Landespolizeidirektion Kärnten, dass das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung die Ermittlungen übernommen habe.

Wer genau hinter der Nachricht steckt, ist den Ermittlern noch nicht bekannt. Man sei für jeden Hinweis aus der Bevölkerung dankbar, hieß es seitens der Polizei. Auskunft zu möglichen Maßnahmen an der Örtlichkeit wollte weder die Polizei noch die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) geben.

Termin mit Bürgermeister abgesagt

Einen Wermutstropfen hat die Angelegenheit allerdings jetzt schon. Am Samstag war geplant, dass Bürgermeister Christian Scheider (FSP) und sein Vize Patrick Jonke einen "Solidaritätseinkauf" in der Konditorei tätigen, zu dem auch die Bevölkerung Klagenfurts eingeladen war.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen sei dieser nun aber abgesagt worden. Man gehe jedoch davon aus, den Termin nachholen zu können, so Vizebürgermeister Patrick Jonke (FSP). Auch er könne die Aufregung um den Begriff nicht verstehen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 01.07.2026, 16:37, 01.07.2026, 16:32
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen