Nach Selenskyjs Aufforderung

Korruptionsskandal! Zwei Minister nehmen den Hut

Angesichts eines Korruptionsskandals in der Ukraine sind Energieministerin Hryntschuk und Justizminister Haluschtschenko zurückgetreten.
Newsdesk Heute
12.11.2025, 16:20
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Ein Korruptionsskandal erschüttert das innere Umfeld des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Laut dem Nationalen Antikorruptionsbüro (NABU) und der Sonderstaatsanwaltschaft SAPO steht der staatliche Energiekonzern Energoatom im Mittelpunkt der Ermittlungen.

Es geht um Schmiergeld in Millionenhöhe, das beim Bau von Schutzvorrichtungen gegen russische Luftangriffe geflossen sein soll. Insgesamt sollen rund 86 Millionen Euro gewaschen worden sein. Fünf Personen wurden festgenommen, gegen sieben weitere wird ermittelt.

Politisches Beben

Nun hat Energieministerin Switlana Hryntschuk Konsequenzen gezogen. Nachdem der Präsident in einem Video ihre Entlassung gefordert hat, ist die Politikerin dem auch nachgekommen. Zugleich betont sie jedoch, keinen Fehler begangen zu haben. Ihr Amt hatte Hryntschuk erst im Juli im Zuge einer Regierungsumbildung angetreten.

Auch Justizminister Herman Haluschtschenko wurde von Selenskyj bezüglich der Causa zum Rücktritt aufgefordert. Er wurde bereits am Sonntag von Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko von seinen Aufgaben entbunden. Nun soll auch er aus dem Amt ausgeschieden sein.

Der Skandal erschüttert das vom Krieg gegen Russland gebeutelte Land. Selenskyj ist um Ordnung bemüht und versprach "Säuberung und einen Neustart". Den Antikorruptionsbehörden sicherte der ukrainische Präsident seine volle Unterstützung zu.

Ex-Geschäftspartner Selenskyjs involviert

Besonders brisant: Der Unternehmer Tymur Minditsch – seines Zeichens ein langjähriger Geschäftspartner Selenskyjs – soll im Zentrum der Ermittlungen stehen. Berichten zufolge soll er sich der Festnahme entzogen und sich ins Ausland abgesetzt haben.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 12.11.2025, 16:46, 12.11.2025, 16:20
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