In einer von Peter Hajek durchgeführten Umfrage zur Gemeinderatswahl in Graz in wenigen Wochen zeichnet sich ein klares Bild ab. Denn bei der von der "Kleinen Zeitung" in Auftrag gegebenen Erhebung steht die KPÖ deutlich an erster Stelle. "Ein Kopf-an-Kopf-Rennen ist aktuell nicht ersichtlich", so der Experte. Bei der Sonntagsfrage kommt die KPÖ auf 31 Prozent (Schwankungsbreite 4 Prozent). Damit könnte die von Bürgermeisterin Elke Kahr angeführte Partei sogar ihr Wahlergebnis von 2021 toppen.
Dahinter sieht die repräsentative Umfrage mit 615 befragten Personen die ÖVP mit 20 Prozent an zweiter Stelle. Durch die Schwankungsbreite ergibt sich aber ein Match mit der FPÖ, die bei 18 Prozent liegt. Dahinter liegen die Grünen mit 14 Prozent.
Bereits in der Einstelligkeit angelangt ist man bei der SPÖ, die sich mit 8 Prozent ein enges Rennen mit den NEOS (ebenfalls 8 Prozent) um Rang fünf liefert.
Hajek sieht in Bürgermeisterin Elke Kahr den Grund für den Trend. "Dass Elke Kahr als Person die Partei weiter nach oben zieht, liegt auf der Hand", sagt er zur "Kleinen". "Ohne ihr Antreten wären die Karten völlig neu gemischt worden. Sie hat im Amt als Bürgermeisterin weiter an Statur gewonnen."
Mit Blick auf die jüngst abgehaltene Landtagswahl im deutschen Baden-Württemberg, bei dem der Grün-Politiker Cem Özdemir mit seiner Partei entgegen der Erwartungen an erster Stelle landete, hält der Meinungsforscher allerdings fest, dass es sich um ein Stimmungsbild und nicht um ein Wahlergebnis handle.