Droht Wien zu Halloween Besuch der unangenehmen Art? Angesichts möglicher Ausschreitungen stellt sich die Frage, ob auch sogenannte "Krawalltouristen" aus Deutschland oder anderen Ländern in die Bundeshauptstadt reisen könnten. Die Wiener Polizei beobachtet die Entwicklungen in den sozialen Medien genau und bereitet sich auf unterschiedliche Szenarien vor.
Halloween steht vor der Tür und die Sorge vor möglichen Ausschreitungen wächst. In sozialen Netzwerken kursieren Aufrufe zu Protestaktionen in mehreren österreichischen Städten. Unter dem Motto "GenZ regelt" wird für den 31. Oktober mobilisiert. In einem der Aufrufe heißt es: "Nicht mehr leise sein – wir müssen es so machen wie Frankreich."
Doch könnten sich auch gewaltbereite Personen aus dem Ausland auf den Weg nach Wien machen, um sich an möglichen Krawallen zu beteiligen? Ob es tatsächlich zu einem solchen "Krawalltourismus" kommen könnte, ist bislang unklar.
"Heute" fragte deshalb bei der Wiener Polizei nach, ob es Hinweise auf eine mögliche Anreise von Krawalltouristen aus Deutschland oder anderen Ländern gibt. "Es findet unter anderem ein engmaschiges Social-Media-Monitoring statt. Die Wiener Polizei ist auf verschiedenste Einsatzszenarien vorbereitet", erklärt Polizeisprecherin Irina Steirer auf "Heute"-Nachfrage.
Konkrete Hinweise auf eine organisierte Anreise gewaltbereiter Personen aus dem Ausland wurden in der Stellungnahme nicht genannt.
Die Exekutive nimmt die Lage jedenfalls ernst. Wiens Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl sprach bereits von Mobilisierungsversuchen für offenbar gewaltbereite oder staatsgefährdende Zusammenkünfte. Für die Halloween-Nacht werden deshalb mehrere Hundert Polizisten in Wien im Einsatz sein. Neben uniformierten Beamten sollen auch zivile Kräfte für Sicherheit sorgen.
Ob sich die Aufrufe im Internet tatsächlich in Protesten oder Ausschreitungen niederschlagen, bleibt abzuwarten. Die Polizei will jedenfalls vorbereitet sein – auch auf mögliche Störungen durch Personen, die eigens für Krawalle nach Wien reisen könnten.