Kriechmayr bekommt im TV-Streit Unterstützung

Bild: GEPA-pictures.com
Vincent Kriechmayr legte sich in Gröden mit dem deutschen TV-Sender ZDF an. Nun bekommt er aus der Schweiz Rückendeckung.

Am 20. Dezember machte sich Vincent Kriechmayr ein schönes Weihnachtsgeschenk – er gewann den Super-G von Gröden.

Das ZDF wartete danach vergeblich auf ein Siegerinterview. Das hatte einen Grund. Der ÖSV-Star boykottierte den deutschen TV-Sender, weil er im Vorfeld ein "Flaschen- und Dosen-Verbot" ausgesprochen hatte. Sprich: Die frei öffentlich-rechtliche Sendeanstalt wollte der gängigen Praxis entgegenwirken, dass Skifahrer ihre Sponsoren während eines Interviews zur Schau stellen.

Kriechmayr musste sich für sein Nicht-Erscheinen vor den Kameras mitunter Kritik gefallen lassen, da auch Helm-Sponsor und Ausrüster die Leidtragenden sind.

Rückendeckung bekommt er nun vom Schweizer Slalom-Star Daniel Yule. "Wahrscheinlich würde ich dem Deutschen Fernsehen nach einem Sieg auch kein Interview geben", sagt der 26-Jährige, der auch offizieller Athletensprecher der FIS ist.

"Wenn jetzt alle Rennfahrer einfach so hinnehmen, dass man keine mit Werbung bedeckten Trinkflaschen zum Interview mitnehmen darf, verbietet uns das Fernsehen vielleicht in einem nächsten Schritt den Kopfsponsor. Und irgendwann dürfen wir die Ski dann auch nicht mehr in die Kamera halten. Gegen diese Entwicklung müssen wir uns von Anfang an zur Wehr setzen."

Am Wochenende stehen in Bormio (It) zwei Abfahrten und eine Kombi am Programm. Ob mit oder ohne Flaschen im ZDF-Interview, wird sich zeigen.

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