Die jüngsten Turbulenzen am Kryptomarkt haben dem Optimismus der Anleger offenbar keinen Dämpfer verpasst. Obwohl Bitcoin seit dem Allzeithoch von über 115.000 Dollar im Vorjahr zeitweise fast die Hälfte seines Wertes verlor, bleiben die meisten Investoren eisern bei der Stange.
Das zeigt der internationale "Crypto Survey" des Beratungsunternehmens Strategy&, einer Tochter von PwC. Für die Studie wurden im März und April 2.500 Krypto-Anleger in fünf Ländern befragt, darunter Deutschland und die USA.
Wie "heise.de" unter Berufung auf die Studie berichtet, haben lediglich 17 Prozent der Befragten ihre Positionen während der Kurseinbrüche zu Jahresbeginn reduziert. Rund 20 Prozent nutzten die günstigen Kurse sogar zum Nachkaufen.
Besonders bemerkenswert sind die Preiserwartungen: Die 500 befragten deutschen Anleger rechnen im Schnitt mit einem Bitcoin-Kurs von rund 538.000 Dollar bis Ende 2030. Im Durchschnitt aller fünf Länder liegt die Erwartung sogar bei 854.000 Dollar.
Aktuell notiert der Bitcoin bei rund 61.000 Dollar. Das entspricht einem Minus von über 15 Prozent in nur fünf Tagen.
"Krypto-Anleger bleiben True Believers", erklärt Studienautor Philipp Wackerbeck, globaler Leiter für Finanzdienstleistungen bei Strategy&. Sie würden trotz Crash und Kursschwankungen an ihren Beständen festhalten und langfristig denken.
Laut der Erhebung sind zwei Drittel der befragten Krypto-Investoren Kleinanleger, die höchstens 10.000 Dollar oder Euro in digitale Währungen gesteckt haben. Interessant: Fast 36 Prozent verkauften zwar anfangs bei den Kursrutschen, legten danach aber wieder nach.