Der Künstler Franz Josef Baur war am Donaukanal mit dem Rad unterwegs, als ihm drei E-Scooter entgegenkamen. Nach seiner Erinnerung befanden sich jeweils mehr als eine Person darauf. Aufgrund ihrer Statur vermutet er, dass es sich um Jugendliche gehandelt haben könnte. Die Gesichter seien mit Sturmhauben verdeckt gewesen.
Als die Gruppe an ihm vorbeifuhr, spürte Baur plötzlich einen Schlag an der Schulter. Was genau passiert ist, kann er bis jetzt nicht sagen. "Ob die mich geschlagen oder mit einem Gegenstand getroffen haben, kann ich nicht sagen", schildert er im Gespräch mit "Heute" den Vorfall.
Nachdem er sein Fahrrad wieder unter Kontrolle gebracht hatte, bemerkte er eine durchsichtige, dickflüssige Substanz sowie mehrere kleine, blutende Verletzungen an seiner Schulter.
Rund 150 bis 200 Meter hinter ihm soll auch ein Paar von derselben Gruppe mit einer Flüssigkeit getroffen worden sein. Der gesamte Vorfall habe nur wenige Sekunden gedauert.
"Ich stand völlig unter Schock", so Baur. Erst später habe er realisiert, wie sehr ihn die Situation mitgenommen hatte: "Erst auf dem Heimweg habe ich gemerkt, wie sehr ich unter Adrenalin stand. Ich bin wie ferngesteuert nach Hause gefahren."
Die Verletzungen werden heilen, geblieben ist aber die Verunsicherung. "Ich war völlig entspannt an einem sonnigen Tag mit dem Fahrrad an der Donau unterwegs. Dass man in so einem Moment plötzlich angegriffen wird, schockiert mich noch immer."
Zunächst hatte Baur nach dem Vorfall keine Anzeige erstattet. Inzwischen hat er sich jedoch dazu entschlossen, zur Polizei zu gehen und den Vorfall zu melden. Panik schüren wolle er mit seiner Geschichte dennoch nicht. Vielmehr gehe es ihm darum, aufmerksam zu machen und zu zeigen, wie schnell eine völlig alltägliche Situation kippen kann.