Held von Krakau

Angreifer gestoppt – dann bricht Polizist zusammen

Dramatische Szenen in Krakau: Ein Polizist stoppt den bewaffneten Angreifer und bricht danach selbst zusammen. Zwei Beamte kämpfen um ihr Leben.
08.11.2026, 09:20
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Dramatische Szenen bei der Schießerei in Krakau (Polen) am Samstag: Ein Polizist lieferte sich mit dem bewaffneten Angreifer ein Feuergefecht. Obwohl er offenbar selbst getroffen worden war, konnte er den Schützen stoppen. Kurz darauf brach der Beamte zusammen.

Zwei Polizisten lebensgefährlich verletzt

Videos in sozialen Netzwerken zeigen den Schusswechsel aus nächster Nähe. Zwischen dem Polizisten und dem Täter befand sich lediglich ein Auto. Auf weiteren Aufnahmen ist zu sehen, wie der Beamte auf den Angreifer schießt und anschließend selbst zu Boden geht.

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Bei dem Einsatz wurden zwei Polizisten schwer verletzt. Einer der Beamten erlitt drei Schusswunden und befand sich zuletzt in einem lebensgefährlichen Zustand. Beide mussten im Spital behandelt werden.

Polens Innenminister Marcin Kierwinski würdigte den Einsatz der Beamten. "Wir beten für diesen tapferen Polizisten, für diesen Helden, dass er überleben möge", erklärte er. Die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte habe ein noch größeres Massaker verhindert, betonte der Minister.

Schütze trug schusssichere Weste

Der 25-jährige Pole hatte am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr auf dem Hauptplatz von Krakau aus einem fahrenden Auto wahllos auf Passanten geschossen. Nach einer Kollision mit einem anderen Fahrzeug flüchtete er zu Fuß und eröffnete das Feuer auf die Polizisten.

Der Angreifer trug militärähnliche Kleidung und eine schusssichere Weste. Laut Polizei verwendete er ein halbautomatisches Gewehr vom Typ AR-15. In seinem Auto entdeckten die Ermittler weitere Waffen und große Mengen Munition.

Der Schütze wurde bei dem Feuergefecht selbst lebensgefährlich verletzt und festgenommen. Er musste im Spital mehrfach operiert werden.

Neun Tote – auch Österreicher unter Verletzten

Das Ausmaß der Bluttat ist erschütternd: Sechs Menschen, darunter vier Frauen und zwei Männer, wurden auf dem Krakauer Hauptplatz getötet. Unter den Todesopfern befindet sich auch ein britischer Staatsbürger.

Mindestens 16 weitere Menschen wurden verletzt, zwölf davon schwer oder lebensgefährlich. Unter den Verletzten befindet sich auch eine Person aus Österreich. Weitere Verletzte stammen unter anderem aus Deutschland, Portugal, Russland und Großbritannien.

Am Samstagabend machten die Ermittler eine weitere schreckliche Entdeckung: Im Wohnhaus des mutmaßlichen Täters in Ostrowiec Świętokrzyski wurden drei Leichen gefunden. Bei den Toten handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann, vermutlich die Eltern und die Schwester des Angreifers. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf insgesamt neun.

Polen ruft Staatstrauer aus

Die Behörden vermuten einen rechtsextremen Hintergrund. Laut Innenminister Kierwinski deutet vieles darauf hin, dass der Schütze von rechtsextremen Ideologien beeinflusst war. Das genaue Motiv wird noch untersucht. Die Polizei geht derzeit von einem Einzeltäter aus.

Polens Regierungschef Donald Tusk bezeichnete die Bluttat als terroristischen Angriff. Für Sonntag und Montag wurde landesweite Staatstrauer ausgerufen.

Krakau steht nach der Attacke unter Schock. Ausgerechnet auf dem bei Touristen beliebten Hauptplatz, dem Herzen der historischen Altstadt, hatte der Täter sein Feuer auf völlig unbeteiligte Menschen eröffnet.

red, Akt. 08.11.2026, 09:35, 08.11.2026, 09:20