Wer in Wien künftig ins Konzert, Museum oder Theater geht, könnte dafür tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Stadt arbeitet an einer neuen Abgabe auf Kulturtickets. Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) hatte den "Kultur-Euro" bereits in einem Interview mit "Heute" angekündigt.
Nach dem Vorbild des Wiener "Sportgroschens" soll künftig auch der Kulturbereich von einer eigenen Abgabe profitieren. Wie hoch der Aufschlag ausfallen könnte, ist allerdings noch offen. Diskutiert werden derzeit offenbar mehrere Modelle.
Bei einer prozentuellen Variante könnten beispielsweise beim Eintritt ins Obere Belvedere statt 23 Euro künftig rund 25,50 Euro fällig werden – würde der Aufschlag bei 12,5 Prozent liegen. Bei einem echten "Kultur-Euro" wäre es hingegen lediglich ein Euro zusätzlich pro Ticket.
Die Einnahmen sollen zweckgebunden für den Kulturbereich eingesetzt werden, erklärte Kaup-Hasler bereits. Dies wird durch eine erneute Anfrage des "Kurier" im Rathaus bestätigt. Die konkrete Ausgestaltung des Kultureuros wird derzeit erarbeitet. Details sollen im Herbst folgen.
Auch eine Wiederbelebung des Altstadterhaltungsfonds könnte damit finanziert werden. Dieser wurde heuer aufgrund der angespannten Wiener Budgetsituation ausgesetzt. Einst standen daraus bis zu neun Millionen Euro jährlich für die Denkmalpflege zur Verfügung.