"Komfort für Familien"

Wickeltische! Das soll sich auf den Spielplätzen ändern

Wohin mit dem Baby, wenn am Spielplatz die Windel voll ist? Die Wiener ÖVP fordert öffentliche Wickeltische und will ein Pilotprojekt starten.
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Mehr als 600 Spielplätze gibt es in Wien – doch wer dort seinem Baby die Windel wechseln muss, steht schnell vor einem praktischen Problem. Einen Wickeltisch sucht man in der Regel vergeblich – viele Eltern wickeln ihr Baby auf einer Sitzbank. Die Wiener Volkspartei will das ändern und fordert öffentliche Wickelmöglichkeiten auf Spielplätzen.

Den Anfang soll Rudolfsheim-Fünfhaus machen. ÖVP-Familiensprecherin Sabine Keri und der Bezirksparteiobmann der ÖVP Rudolfsheim-Fünfhaus, Felix Ofner, wollen dort ein Pilotprojekt starten. Einen entsprechenden Antrag hat die Volkspartei bereits in der Bezirksvertretung eingebracht. Dieser wird derzeit im zuständigen Ausschuss behandelt.

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VP-Familiensprecherin Sabine Keri und VP-Bezirkschef Felix Ofner
VP Wien

Wickeltisch auf jedem Spielplatz

"Welche Eltern kennen, nicht die Akrobatikeinlagen, wenn man versucht, sein Kind im Kinderwagen zu wickeln? Diese 'Sporteinheit' gehört am Spielplatz leider zum Alltag. Wickeltische, Stillbänke und kleinkindgerechte Toiletten sollten zur Standardausstattung eines jeden Spielplatzes gehören, das würde das Leben von Familien spürbar erleichtern", erklärt Keri.

Das Potenzial für eine Ausweitung wäre groß. Laut aktueller Statistik der Stadt werden alleine von den Wiener Stadtgärten 606 Spielplatz-Standorte betreut. Insgesamt werden dort rund 1.800 unterschiedliche Spielbereiche gezählt. Zusammen kommen diese auf eine Fläche von mehr als 972.000 Quadratmetern. Rudolfsheim-Fünfhaus verfügt laut Statistik über 32 Standorte mit insgesamt 86 Spielbereichen und einer Fläche von gut 30.000 Quadratmetern.

Bregenzer Modell als Vorbild

Wie solche Wickelstationen aussehen könnten, zeigt Bregenz. Die Vorarlberger Landeshauptstadt beschloss bereits Ende 2023 sogenannte "Wickelboards" für die Spielplätze Weidach, Schachen und am See. Für die drei Anlagen wurden damals Kosten von insgesamt 15.300 Euro angegeben.

Dabei handelt es sich nicht einfach um einen Wickeltisch unter freiem Himmel. Die Konstruktion ermöglicht eine erhöhte und sichere Liegeposition für das Kind. Seitenwände sollen die Privatsphäre schützen, ein Dach schützt vor Sonne und anderen Witterungseinflüssen. Die Stationen werden außerdem in der Nähe bestehender Mistkübel errichtet beziehungsweise mit einer Entsorgungsmöglichkeit für gebrauchte Windeln ausgestattet.

Pilotprojekt in Rudolfsheim-Fünfhaus

Ofner will das Bregenzer Modell nun nach Wien holen. "Der 15. Bezirk mit seinen vielen Jungfamilien bietet sich ideal für ein Pilotprojekt für die ersten öffentlichen Wickeltische auf Wiener Spielplätzen an", so Ofner. "Unser Ziel als Bezirkspartei ist es, Rudolfsheim-Fünfhaus zum familienfreundlichsten Bezirk in Wien zu machen. Damit die Zeit draußen auch möglichst viel Komfort für Familien bietet, setzen wir uns neben den öffentlichen Wickeltischen auch für zusätzliche Spielgeräten und mehr Sauberkeit in unseren Parks ein", so der ÖVP-Bezirksparteiobmann.

{title && {title} } cz,pet, {title && {title} } 07.09.2026, 06:00