Skandal um Spielzeugriesen

Labubu-Hersteller soll Teenager ausgebeutet haben

Zulieferer des Spielzeuggiganten Pop Mart steht unter Druck: Minderjährige, Blankoverträge und extreme Überstunden belasten das Erfolgsprodukt Labubu.
Newsdesk Heute
15.01.2026, 12:02
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Wie 20 Minuten berichtet, prangert die in New York ansässige NGO China Labor Watch einen Zulieferer des Spielzeugriesen Pop Mart an. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, junge Leute ohne ausreichende Schutzmaßnahmen eingesetzt und generell Arbeiterinnen und Arbeiter ausgebeutet zu haben. Das berichtet auch der britische "Guardian".

Konkret geht es um die Firma Shunjia Toys in der Provinz Jiangxi im Südosten Chinas. Dort sollen auch 16- und 17-Jährige beschäftigt gewesen sein – allerdings ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Schutzvorkehrungen für Minderjährige. Grundsätzlich ist es in China erlaubt, Jugendliche in diesem Alter zu beschäftigen, aber nur unter besonderen Bedingungen, die hier offenbar nicht eingehalten wurden.

Blankoverträge und Überstunden ohne Ende

China Labor Watch berichtet außerdem, dass die Arbeiter Blankoverträge unterschreiben mussten. Wichtige Angaben wie Lohn, Vertragsdauer oder Sozialversicherung fehlten in den Papieren. Kaum jemand hatte genug Zeit, die Verträge überhaupt durchzulesen, so der "Guardian".

Mehr als 50 Beschäftigte, darunter auch drei Minderjährige, wurden von der NGO befragt. Alle arbeiteten ausschließlich an der Produktion der beliebten Labubu-Figuren. Laut ihren Aussagen gab es extrem hohe Produktionsziele und Überstunden weit über dem gesetzlich erlaubten Maß.

Pop Mart reagiert auf die Vorwürfe

Pop Mart selbst betont gegenüber der Zeitung, dass das Wohlergehen der Arbeiterinnen und Arbeiter in der Lieferkette sehr ernst genommen werde. Es gebe regelmäßige Kontrollen. Die aktuellen Vorwürfe würden genau überprüft. Sollte sich der Verdacht bestätigen, werde man Korrekturen verlangen.

Labubu-Figuren zählen zu den erfolgreichsten Spielzeugexporten aus China. Fachleute sehen in diesem Fall ein Beispiel dafür, wie schwierig es für chinesische Unternehmen ist, die steigende internationale Nachfrage mit Arbeitsrechten und fairen Bedingungen zu verbinden.

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