Schon der Sprung von Karoline Edtstadler ins Amt der Landeshauptfrau kam überraschend. Mitten in der Legislaturperiode verkündete Wilfried Haslauer nach zwölf Jahren seinen Rücktritt als Landeshauptmann, die FPÖ bekam im Juli 2025 als neue Regierungschefin die bisherige Ministerin vorgesetzt.
Krankheit und Todesfall machten seither weitere Umbauten nötig. Mit Maximilian Aigner ist seit Dezember etwa ein erst 25-jähriger Landesrat in der Regierung. Und obwohl die nächste Landtagswahl erst 2028 ist, plant Edtstadler schon ihr Team für den Wahlkampf.
Im Interview mit den "Salzburger Nachrichten" erzählte sie am Wochenende, "Signale" bekommen zu haben, "dass Landesrätin Daniela Gutschi nicht mehr für die nächste Regierung zur Verfügung steht". Das Problem dabei: Die Angesprochene wurde von dieser Ansage am kalten Fuß erwischt, zeigt sich verwundert und überrascht davon.
"Ich bemühe mich mit Leibeskräften, eine gute Sachpolitik zu machen. Ich hätte das gerne selbst angekündigt", reagiert Gutschi in den SN. Eiskalter Nachsatz: "Dass sie das nun sagt, ist ihre Sache." Dass die Chefin mehr als zwei Jahre im Voraus den geplanten Rücktritt ausplaudert, sei definitiv nicht abgestimmt gewesen.
Nichtsdestotrotz will sie bis zum Ende der Legislaturperiode wie geplant weiterarbeiten. "Es braucht nun niemand glauben, dass ich über zwei Jahre nur mehr spazieren gehen werde und keine Entscheidungen treffe.