In einem britischen Spital tauchte ein Bub mit seltsamen, bläulich-violetten Flecken am Bauch auf. Zuerst dachten die Ärzte an Blutergüsse – doch es gab keine Verletzung und auch sonst keine klare Ursache. Da der Bub sonst gesund war und keine weiteren Beschwerden hatte, durfte er vorerst wieder heim. Später, so berichtet etwa "20 Minuten", wurde die Lage aber noch ernster.
Nach zwei Wochen war die Sorge groß. Die Flecken hatten sich verdunkelt, die Haut schmerzte und begann sich sogar zu schälen. Schnell war klar: Da steckt mehr dahinter als nur eine harmlose Verfärbung.
Erst ein Gespräch über den Alltag des Buben brachte die Lösung. Laut einem Bericht der Wissenschaftsplattform Scimex legte er seinen Laptop täglich mehrere Stunden direkt auf den nackten Bauch. Besonders beim Laden wurde das Gerät richtig heiß. Für den Bub war das kein Problem – bis seine Haut protestierte.
Die Ärzte stellten schließlich die Diagnose: "Erythema ab igne", besser bekannt als "Toasted-Skin-Syndrom". Die Hautveränderung entsteht, wenn ein Körperteil über längere Zeit immer wieder Wärme abbekommt. Schon Temperaturen ab etwa 43 Grad können die oberflächlichen Blutgefäße schädigen. Typisch ist ein fleckiges, netzartiges Muster auf der Haut.
Früher kam das Problem oft von Wärmflaschen, Heizkissen oder offenen Wärmequellen. Heute sind es immer öfter elektronische Geräte, die die Haut belasten. Ein Laptop, der stundenlang auf Bauch oder Oberschenkeln liegt, kann lokal ordentlich Hitze machen – besonders beim Laden oder bei starker Nutzung.
Die gute Nachricht: Wenn man die Wärmequelle weglässt, verschwinden die Flecken oft wieder. Auch beim Bub waren die Hautveränderungen weg, nachdem er den Laptop nicht mehr direkt auf den Bauch legte.
Fachleute raten daher: Laptops gehören auf einen Tisch. Wer unterwegs arbeitet, sollte zumindest eine isolierende Unterlage verwenden. Ein warmes Gerät mag kurzfristig angenehm sein, aber auf Dauer kann es der Haut schaden – und das kann richtig weh tun.