KI-Agenten werden immer mächtiger. Sie sollen komplexe Aufgaben autonom lösen und uns Zeit sparen. Doch die Selbstständigkeit birgt auch Risiken – wie ein neues Tool namens "Instinct" zeigt.
Der KI-Agent stammt vom Start-up Spear Street Technology aus San Francisco. Instinct verbindet E-Mails, Messenger, Bildschirminhalte und Standortdaten, um als persönlicher Assistent zu fungieren. Erste Tester dürfen ihn bereits nutzen und berichten von beeindruckenden Fähigkeiten: Reservierungen in Restaurants, Erinnerungen an vergessene Termine und sogar automatisch gelöste Garantieanfragen.
Wie t3n unter Berufung auf The Atlantic berichtet, kann Instinct sogar mit Händlern verhandeln. Ein Nutzer sparte 40 Dollar monatlich bei seinem Internetanschluss, weil die KI ihm ein Verhandlungsskript schrieb.
Doch es gibt auch Schattenseiten. Ein Nutzer verlor 300 Dollar, weil Instinct seinen Flug voreilig stornierte. Ein anderer musste 200 Dollar zahlen, weil die KI in einem Tokioter Restaurant eine Reservierung vornahm – obwohl er nur nach Optionen gefragt hatte.
Besonders brisant: Instinct kann sogar Zwei-Faktor-Codes automatisch eingeben, die per E-Mail kommen. Ein menschliches Eingreifen ist nicht mehr nötig. Trotz dieser Bedenken hat das Unternehmen bereits 350 Millionen Dollar von Investoren erhalten. Der Wert von Spear Street Technology wird auf 2,5 Milliarden Dollar geschätzt.