Ein veganes Nusskipferl wurde für eine Pensionistin aus Winterthur (Schweiz) zu einem außergewöhnlich teuren Einkauf.
Wegen eines Fehlers beim Bezahlen mit Karte wurden ihr 1.612,14 Schweizer Franken abgebucht. Das entspricht umgerechnet rund 1.700 Euro.
Wie "20 Minuten" berichtet, wollte die Frau am Kartenlesegerät ihre vierstellige PIN eintippen. Zu diesem Zeitpunkt zeigte das Gerät allerdings nicht die PIN-Abfrage, sondern bereits das Feld für ein freiwilliges Trinkgeld an.
Die eingegebenen Ziffern wurden daher als zusätzlicher Betrag gewertet. Statt weniger Franken für das Gebäck zahlte die Pensionistin am Ende 1.612,14 Franken.
Weder der Kundin noch den Mitarbeitern der Bäckerei fiel die ungewöhnlich hohe Zahlung sofort auf. Erst rund zwei Wochen später bemerkte eine Mitarbeiterin einer Pensionistenorganisation die auffällige Abbuchung auf dem Konto der Frau.
Daraufhin wurde der Vorgang überprüft. Auch in der Filiale war die enorme Summe zunächst nicht entdeckt worden. Laut dem Bericht sorgte ein technisches Problem im Bezahlsystem dafür, dass der ungewöhnliche Betrag in der Buchhaltung des Betriebs nicht richtig sichtbar wurde.
Für die Pensionistin nahm die Geschichte schließlich ein gutes Ende. Die Bäckerei erstattete ihr den zu viel bezahlten Betrag vollständig zurück.
Trotz des Schreckens zeigte sich die Frau erleichtert. Bei der Filialleiterin bedankte sie sich laut "20 Minuten" sogar mit einem Blumenstrauß.
Für ihre künftigen Einkäufe zog die Pensionistin dennoch Konsequenzen. Sie möchte wieder häufiger mit Bargeld bezahlen, damit ihr ein ähnlicher Fehler nicht noch einmal passiert.
Der Fall zeigt, wie leicht PIN- und Trinkgeldabfrage an modernen Kartenlesegeräten verwechselt werden können. Besonders bei Geräten, die vor der eigentlichen Zahlung automatisch nach einem Trinkgeld fragen, lohnt sich vorher ein genauer Blick auf das Display. So wird aus einem kleinen Einkauf nicht plötzlich eine Rechnung in Höhe eines Monatsgehalts.