In den USA

"Lasst sie spielen!" Iran trotz Krieg bei WM am Start

Trotz des Kriegs gegen die USA und Israel will der Iran bei der WM 2026 an den Start gehen. Auch US-Präsident Donald Trump gab zuletzt sein "Go".
Sport Heute
21.05.2026, 08:29
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Der Trainer

Bei seiner zweiten Ernennung zum Nationaltrainer des Iran galt Amir Ghalenoei als Notlösung. Der Wunsch, einen renommierten ausländischen Trainer zu verpflichten, scheiterte an mangelnden finanziellen Mitteln. Doch Ghalenoei (62), von 2006 bis 2007 bereits einmal Nationalcoach und als Trainer fünfmal iranischer Meister, führte das "Team Melli" beim Asien-Cup 2024 ins Halbfinale und souverän durch die Qualifikation zur WM. Ghalenoei hofft nun, dass der Fußball seinem kriegsgebeutelten Heimatland "Freude bereiten" kann - und hat darüber hinaus auch sportlich große Ziele: "Wir sind bereit, erstmals die K.o.-Runde zu erreichen."

Der Star

Über 100 Länderspiele, über 50 Länderspieltore – und noch immer Vereinsfußball auf höchstem Niveau: Mehdi Taremi ist seit Jahren der Dauerbrenner im Angriff der Iraner. Der 33-Jährige bringt reichlich Champions-League-Erfahrung mit in den Kader von Trainer Ghalenoei, spielte in der Königsklasse für den FC Porto, Inter Mailand und in dieser Saison für Olympiakos Piräus. Mit 57 Treffern ist Taremi geteilter Zweiter in der ewigen Torschützenliste des Iran – nur Rekordtorschütze Ali Daei (110) liegt wohl uneinholbar vor ihm.

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Das Besondere

Der Fokus auf das Sportliche gleicht für die Iraner einer Mammutaufgabe. Der politische und militärische Konflikt mit Gastgeber USA belastet das Verhältnis beider Länder massiv, Teheran brachte zwischenzeitlich sogar einen WM-Boykott ins Spiel und forderte, seine Spiele in Mexiko auszutragen. Die kurzfristige Absage der iranischen Delegation für den FIFA-Kongress in Vancouver nach Problemen bei der Einreise nährte weitere Zweifel an einer WM-Teilnahme des Iran, auch wenn FIFA-Präsident Gianni Infantino diese mehrfach ausräumte. Auch US-Präsident Donald Trump, der seine Position zuletzt mehrmals verändert hatte, gab sein Go: "Lasst sie spielen." Doch klar ist: Die Teilnahme des Iran, der zweimal in Los Angeles und einmal in Seattle spielt sowie sein Lager in Tucson/Arizona bezieht, steht unter keinem guten Stern.

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