Centerchef vor Behörde zitiert

"Leben von Haaren – Leute können kein Kopftuch tragen"

Erfolgsunternehmer Peter Schaider ist bekannt dafür, sich kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Nun wurde er vor den Verwaltungssenat zitiert.
07.11.2026, 06:00
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Seine Vita ringt Respekt ab: Peter Schaider (66) hat sich vom Friseurlehrling aus Niederösterreich zu einem der bekanntesten Shoppingcenter-Unternehmer Wiens hochgearbeitet.

Seit 1996 betreibt er das Aufhofcenter in Penzing, eröffnete später auch das Riverside und führt gemeinsam mit seinem Sohn Peter ("Er ist mein bester Freund") auch noch das familieneigene Friseurunternehmen.

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"Müssen Lehrlingen Grüßen beibringen"

In den vergangenen 30 Jahren hat der Erfolgsunternehmer 2.500 Lehrlinge ausgebildet, doch die Zeiten haben sich gewandelt. "Früher haben wir damit begonnen, ihnen Haare waschen beizubringen. Heute lernen wir ihnen grüßen, Hand geben, in die Augen schauen."

Die Spitze des Eisbergs, so Schaider: "Ein Friseur-Lehrling wollte zwei Tage Home Office machen – wie kann man auf so eine Idee kommen? Ein anderer wollte eine Teilzeit-Lehre. Die Leute sind nicht ganz dicht."

Diskriminierungsvorwurf

Nun wurde er aber in einer anderen haarigen Angelegenheit vor den unabhängigen Verwaltungssenat zitiert. Wie Schaider im großen "Heute"-Studiotalk erzählte, lehnte er einen Lehrling wegen des Kopftuchs ab.

Video: Hier schildert Schaider Kopftuch-Causa

Die Vorladung in dieser Angelegenheit empfindet Peter Schaider laut eigener Aussage als "besorgniserregend": "Mir wurde mir gesagt, das ist Diskriminierung. Aber wir leben ja von Styling, von Schönheit, von Haarmode. Da können die Leute nicht mit Kopftuch drinnen stehen. Entschuldigung, das geht ja nicht."

Schaider: "Das geht nicht"

Schaider ist sich jedenfalls keiner Schuld bewusst: "Wir verkaufen Haarmode. Sie können auch nicht mit 130 Kilo Schlankheitsmittel verkaufen. Das geht auch nicht."

red, 07.11.2026, 06:00